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Die wörtliche Übersetzung der aus dem Englischen stammenden Bezeichnung Power Assisted Lipoplasty lautet „kraftunterstützte Lipoplastik“. Dabei weist der Zusatz „Lipo“ darauf hin, dass die Schönheitschirurgen dabei am Fettgewebe arbeiten. Deshalb wird alternativ auch die Bezeichnung Power Assisted Liposuktion verwendet, wobei Liposuktion wörtlich „Fettabsaugung“ bedeutet. Bei dieser auch kurz PAL genannten Technik kommen spezielle Kanülen zum Einsatz, die es dem Schönheitschirurgen einfacher machen, die überschüssigen Fettzellen abzusaugen.

Was kennzeichnet die Power Assisted Lipoplasty?

Bei der „einfachen“ Fettabsaugung verwenden die Schönheitschirurgen Kanülen, die sie mit der bloßen Kraft ihrer Hände im Fettgewebe vorschieben müssen. Sie werden mit Saugpumpen kombiniert. Alternativ können mit Spritzen verbundene Kanülen zum Einsatz kommen, bei denen der Sog über die manuelle Betätigung des Kolbens erzeugt wird. Zuvor werden die zu bearbeitenden Bereiche mit einer Tumeszensanästhesie betäubt. In der eingespritzten Lösung sind Zusatzstoffe enthalten, durch welche die Verbindungen zwischen den Fettzellen gelöst werden. In der Regel wird dafür Natriumbicarbonat verwendet.

Der Unterschied zur klassischen Fettabsaugung greift der Schönheitschirurg bei der Power Assisted Lipoplasty zu Kanülen, die über einen Anschluss zur Koppelung mit einem Adapter verfügen. Der Adapter erzeugt Vibrationen, die auf die Kanülen übertragen werden. Diese Vibrationen fördern die Lösung der Fettzellen und reduzieren den Kraftaufwand, der beim ausführenden plastischen Chirurgen für den Vorschub der Kanülen notwendig ist. Dadurch kann er wesentlich präziser und gewebsschonender arbeiten.

Gibt es weitere Varianten der Power Assisted Lipoplasty?

Neben den vibrierenden Kanülen zur Fettabsaugung haben sich mittlerweile auch Kanülen mit einem Ultraschalladapter etabliert. Sie bieten die Möglichkeit, die Fettzellen während der Absaugung zu verflüssigen. Allerdings können die als Vaser bezeichneten Ultraschall-Kanülen bei einer geplanten Weiterverwendung der Fettzellen beispielsweise zur Aufpolsterung der Wangen oder des Busens nicht verwendet werden, weil damit eine Zerstörung der Fettzellen verbunden ist.

Das gilt analog auch für die lasergestützte Fettabsaugung. Dabei wird ein Nd:YAG-Laser mit den Kanülen gekoppelt. Er bewirkt eine Überhitzung der zu entfernenden Fettzellen, die dadurch zum Platzen gebracht werden. Diese Technologie wird lasergestützte Liposuktion (oder kurz LPL) genannt. Sie hat den Vorteil, dass auch zahlreiche Fettzellen zerstört werden können, die nicht in den Kanülen landen.

Auf eine rein mechanische Lösung der Fettzellen setzt dagegen die wasserstrahlassistierte Liposuktion (kurz WAL). Dafür wird ein Adapter verwendet, der abwechselnd mit Natriumbocarbonat angereichertes (steriles) Wasser ins Gewebe einschießen und es anschließend samt den gelösten Fettzellen absaugen kann. Dabei werden die Fettzellen nicht zerstört, was nach der Aufbereitung eine Weiterverwendung bei Eigenfettinjektionen erlaubt.

Glossar Übersicht

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