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Brustaufbau nach Brustkrebs

Der Verlust einer Brust durch Brustkrebs ist für eine Frau eine enorme psychische Belastung. Durch eine spezielle Methode des Brustwiederaufbaus ist es dem Team der Klinik am Rhein möglich, die entfernte Brust wieder aufzubauen.
Ob ein solcher Eingriff in Frage kommt, wird am besten mit dem behandelnden Facharzt für Plastische Chirurgie besprochen. In einigen Fällen kann der Wiederaufbau direkt nach der Entfernung der Brust geschehen, in anderen Fällen später angeboten werden.
Sofern eine Nachbestrahlung erforderlich ist, sollten günstigerweise 6 bis 12 Monate zwischen der Behandlung und einer Brustrekonstruktion liegen. Medizinische Aspekte einer möglichen Strahlen-/Chemotherapie in Bezug auf einen operativen Wiederaufbau sind zu berücksichtigen, um Komplikationen zu minimieren. Daher sollte ein Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie in das individualisierte Therapiekonzept einbezogen sein.

Dr. med. Holger Hofheinz
Fachärzte für Allgemeinchirurgie
in Düsseldorf auf jameda
OP-Dauer zwischen 30 Minuten und 6 Stunden, je nach OP
Narkose Vollnarkose
Aufenthalt 1 Nacht oder ambulant (bei Osmoseexpandern)
Schonzeit 6 Wochen

Welche Operationsverfahren für die Brustrekonstruktion verwenden wir?

Brustaufbau mittels Gewebeexpander

Abhängig von der Haut- und Drüsenbeschaffenheit, der Größe der ursprünglichen Brust sowie den Wünschen der Patientin wird gemeinsam entschieden, welche Wiederaufbau-Technik zum Einsatz kommt. Es steht dabei grundsätzlich der Brustwiederaufbau mit Eigengewebe oder mit Implantaten/Expandern zur Verfügung. Bei Patientinnen mit kleinen Brüsten führt das Team der Klinik am Rhein eine neuartige Technik durch, die es ermöglicht, die Klinik noch am selben Tag des Eingriffes zu verlassen. Hierbei wird ein winziger, selbstschwellender Gewebeexpander unter der Haut angebracht. Diesen nennt man Osmoseexpander. Nach einer Expansionsphase von ungefähr 3 Monaten wird der nun gefestigte Expander gegen ein weiches Silikongelimplantat ausgetauscht.

Die Brustvergrößerung als Methode der Brustrekonstruktion

Da heutzutage Brusterkrankungen in der Mehrzahl der Fälle brusterhaltend operiert/behandelt werden können, verbleibt häufig lediglich ein umschriebener einseitiger Gewebedefekt nach der Behandlung. Die aus dem Volumenverlust resultierende Asymmetrie kann durch eine dementsprechende Brustvergrößerung auf der betroffenen Seite behandelt werden. Durch den Vergleich mit der gesunden Brust gelingt es, die Zielvorgabe der Behandlung zu klären. In unserer Klinik verfügen wir über langjährige Erfahrung in allen Methoden der Rekonstruktion und können Sie zu Ihrem ganz individuellen Therapieplan gerne beraten. Dies gilt ebenso für Transgenderpatienten/-patientinnen.

Auch moderne Methoden mit zusätzlichen inneren Einlagen zur Bedeckung von Implantaten, sogenannten Matrices, oder mit Einbringung Ihres eigenen Fettgewebes stehen zur Verfügung. Als Plastische Chirurgen kennen wir uns sowohl mit lokalen Gewebeverschiebungen als auch mit der Behandlung eines eingezogenen Narbenbildes aus, um Ihnen eine weibliche Brust in möglichst schöner Form zu geben. Unser Anspruch ist es, durch unsere plastisch-ästhetische Behandlung Sie als zufriedene Patientin mit einem ästhetisch anspruchsvollen Ergebnis der rekonstruierten Brust zu gewinnen.

Brustrekonstruktion durch Verlagerung des Eigengewebes

Bei der wesentlich aufwendigeren Rekonstruktion durch Eigengewebe kommen vor allem Gewebeteile aus dem Rücken durch eine „Latissimus dorsi“-Lappenplastik oder vom Bauch durch eine „DIEP“-Lappenplastik zum Einsatz. Traditionell wurde hierfür vom Bauch auch ein „TRAM-Lappen“ verwendet. Der Ablauf einer Behandlung und Ihre individuellen Möglichkeiten werden in einem persönlichen Gespräch mit dem Plastischen und Ästhetischen Chirurgen unserer Klinik besprochen werden. Nach dem Aufbau des Brusthügels erfolgt zum Abschluss der Wiederaufbau der Brustwarze. Im Idealfall durch die Teilung von Nippel und Vorhof in Kombination mit der angleichenden Straffung der gesunden Gegenseite.

Wie verläuft die Rekonstruktion und anschließende Nachsorge der Brust?

Die Brustwiederaufbau-Operation mit Implantaten ist erheblich kürzer und dauert etwa eine Stunde; mit Eigengewebe dauert der Eingriff ca. 3 bis 6 Stunden. Beide Verfahren werden in Vollnarkose durchgeführt und die Patientin bleibt nach dem Eingriff stationär in der Klinik. Die Behandlung mit dem Osmoseexpander kann ambulant durchgeführt werden und dauert ca. 30 Minuten. Der Wechsel gegen das weiche Silikongelimplantat dauert ebenfalls nur etwa eine halbe Stunde. Es werden selbstauflösende Hautfäden verwendet. Nach der Entlassung erhalten alle Patientinnen für den Fall auftretender Komplikationen eine mobile Notfallrufnummer des Operateurs. In allen Fällen sollte für 6 Wochen auf anstrengende Sportarten verzichtet werden. Die erste Kontrolle erfolgt nach 1 Woche, die Abschlusskontrolle nach 12 Wochen.

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