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Bei der Lipomatose handelt es sich um ein klinisches Krankheitsbild, welches im ICD-10-Standard der WHO mit der Kennung E88.2 definiert wird. Dabei handelt es sich um eine besondere Form der Hyperplasie, bei der sich Zellen unkontrolliert über das normale Maß hinaus vermehren. Diese Vermehrung bezieht sich bei der Lipomatose ausschließlich auf die Fettzellen, die an verschiedenen Körperpartien sowohl symmetrisch als auch asymmetrisch auftreten kann. Die ersten Beschreibungen dieser Erkrankungen stammen von den französischen Medizinern Raoul Bensaude und Pierre-Emile Launois.

Welche Ursachen der Lipomatose sind bekannt?

Abschließende Erkenntnisse zur Entstehung einer Lipomatose gibt es derzeit noch nicht. Allerdings werden von den forschenden Medizinern verschiedene Ursachen als wahrscheinlich angenommen. Danach scheint eine Resistenz gegen die Wirkung der Katecholamine zu bestehen. Dazu gehören im menschlichen Körper beispielsweise Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin. Außerdem deuten die bisherigen Erkenntnisse darauf hin, dass das Risiko einer Lipomatose durch Diabetes, Leberschäden, Karzinome der Lunge und Polyneuropathien signifikant erhöht wird. Dazu kommen Fehlfunktionen der Schilddrüse sowie die bei Gicht vorliegenden Veränderungen der Harnsäurewerte. Weiterhin gibt es Anzeichen, dass das häufig bei AIDS-Patienten auftretende Kaposi-Sarkom an der Entstehung einer Lipomatose beteiligt ist.

Wie wird die Lipomatose behandelt?

Eine ursächliche Behandlung ist in den meisten Fällen nicht möglich. Einzig eine alkoholbedingte Lipomatose kann mit einer konsequenten Abstinenz zum Stillstand gebracht werden. Betroffenen, die unter einer Puffärmellipomatose, Büffelhöckern oder einem Madelung-Fetthals leiden, bleibt also nur der Gang zum Schönheitschirurgen, welcher die sichtbaren Folgen beseitigen kann. Dabei stehen die klassische Fettabsaugung und die operative Entfernung des überschüssigen Fettgewebes zur Auswahl. Betroffene sollten sich dabei der Tatsache bewusst sein, dass damit die Ursache der Erkrankung nicht beseitigt wird. Das heißt, dass die Behandlungen in der Schönheitsklinik bei vielen Patienten nach einiger Zeit wiederholt werden müssen. Möglich ist das bei beiden anwendbaren Methoden.

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