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Der Wirkstoff Lidocain wird bereits seit der Mitte des 20. Jahrhunderts erfolgreich für die lokale Betäubung eingesetzt. Die Synthese des Wirkstoffs gelang der Schweden Bengt Lundqvist und Nils Löfgren. Einen erheblichen Vorteil bringt Lidocain durch das schnelle Einsetzen der Wirkung mit. Deshalb wird es in der Schönheitschirurgie ebenso eingesetzt wie in der Zahnmedizin und der Notfallmedizin. Lidocain hemmt die Übertragung von Schmerzreizen durch die Nervenzellen durch die Blockade der dafür genutzten Natrium-Kanäle. Die Wirkdauer ist abhängig von der jeweils verabreichten Dosis und liegt üblicherweise bei ein bis drei Stunden.

Wann wird Lidocain in der Schönheitsklinik eingesetzt?

Ein großer Vorteil von Lidocain besteht darin, dass es auch als Salbe oder Spray über die Haut aufgenommen werden kann und dort eine oberflächliche Betäubung bewirkt. In den Schönheitskliniken wird dieser Fakt bei den Vorbereitungen auf die Narbenkorrektur sowie die Korrektur von Verhornungsstörungen und Pigmentstörungen mit dem Laser ausgenutzt.

Wird es gespritzt, können konkret definierte Areale betäubt werden. Deshalb ist Lidocain auch das Mittel der ersten Wahl, wenn beispielsweise Warzen oder Granulome ausgeschält werden. Außerdem wird der Wirkstoff bei kleineren Eingriffen wie der Stirnstraffung oder der Kinnkorrektur verwendet, um den Patienten einen Dämmerschlaf oder eine Vollnarkose zu ersparen.

Hier kommt es den Schönheitschirurgen zupass, dass mit Lidocain auch eine Leitungsanästhesie (Blockierung von kompletten Nervenbahnen) möglich ist. Das heißt, dass es bei der Armstraffung und Oberschenkelstraffung ebenfalls gute Dienste leistet.

Welche Neben- und Nachwirkungen kann Lidocain haben?

Nach der Betäubung mit Lidocain ist Vorsicht geboten, da eine erhöhte Verletzungsgefahr durch den Kontakt mit heißen und spitzen Gegenständen besteht. Sie resultiert aus der Blockade der Weiterleitung der Schmerzreize. Gelegentlich treten beim Nachlassen der Wirkung ein dumpfer Druck und ein Kribbeln auf. Allergische Reaktionen auf den Wirkstoff sind möglich, kommen aber in der Praxis sehr selten vor. Bei einer Überdosierung kann es zu Herzrhythmusstörungen und einem Blutdruckabfall kommen. Deshalb werden Patienten in den Schönheitskliniken nach Eingriffen mit einer Lidocain-Betäubung stets noch eine Zeit lang überwacht. In der Regel können sie aber die Klinik noch am Tag des Eingriffs verlassen.

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