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Das Wort Hämatom leitet von dem dem altgriechischen Wort „haima“ (Blut) ab. Ein Hämatom stellt einen Blutaustritt eines verletzten Blutgefäßes oder einer Blutansammlung in einer Körperhöhle dar.  Umgangssprachlich wird er daher auch häufig Bluterguss oder blauer Fleck genannt.

Wodurch entsteht ein Hämatom?

Ein Hämatom entsteht meistens im subkutanen Bereich der Haut, also im Bereich des Binde- und Fettgewebes durch Fremdeinwirkung. Hierzu zählen unter anderem Stöße, Stürze oder Schläge. Nur in seltenen Fällen sind sie Folge einer Hämophilie, einer Störung der Blutgerinnung.
Normalerweise heilt ein Hämatom nach 14-21 Tagen selbstständig ab. Es kann stark anschwellen und dementsprechend ein großes Schmerzgefühl auslösen.
Während des Heilungsverlaufes weist ein Hämatom verschiedene Farben auf, je nachdem welche Blutrückstände gegenwärtig vom Körper abgebaut werden.

Welche Phasen gibt es?

In der ersten Phase sieht das Hämatom äußerlich rot aus. Die kleinen Kapillare platzen und Blut tritt ins Gewebe aus. Die rote Färbung wird durch den roten „Farbstoff“ im Blut, dem Hämoglobin, verursacht.
In der zweiten Phase gerinnt das Blut, wodurch sich das Hämatom dunkelrot bis blau färbt.
Der enzymatische Abbau des Hämoglobins zu Verdoglobin (Gallenfarbstoff) findet in der dritten Phase statt. Hierbei tritt eine braun-schwarze Färbung auf.
In der vierten Phase hingegen wird das Hämoglobin zu Biliverdin abgebaut, das Hämatom sieht äußerlich dunkelgrün aus.
Zu guter Letzt findet in der fünften und letzten Phase erneut ein enzymatischer Abbau des Hämoglobins statt, welches zu Bilirubin umgewandelt wird, was eine gelb-braune Färbung des Hämatoms zur Folge hat. Um generell eine Ausbreitung der Blutung zu einzudämmen, kann die betroffene Stelle gekühlt werden. Dadurch ziehen sich die Blutgefäße zusammen, so dass weniger Blut austritt. So wird ebenfalls das Schmerzgefühl gemindert.
Grundsätzlich ist ein Hämatom ungefährlich, da sie wie oben beschrieben, sich nach einer gewissen Zeit von alleine zurückbilden. Gefährlich werden Hämatome allerdings im Gehirnbereich (Gehirnblutung) oder in Gelenken, die bei wiederholtem Auftreten Arthrose auslösen oder begünstigen können.

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