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Was ist ein Hämangiom?

Ein Hämangiom stellt einen embryonalen Tumor dar, welcher häufig auch aus Erdbeerfleck oder Blutschwämmchen bezeichnet wird. Hämangiome sind bereits häufig seit der Geburt vorhanden und wachsen in ca. 10% aller Fälle im ersten Lebensjahr stark an.
Bei Säuglingen besteht eine 3-5 prozentige Wahrscheinlichkeit, dass ein Hämangiom auftritt. Daraus resultiert, dass Hämangiome die häufigste Tumorerkrankung im Kindesalter darstellen. Mädchen leiden 2-3 Mal häufiger an Hämangiomen als Jungen.

Wo tritt ein Hämangiom auf?

Hämangiome können prinzipiell am ganzen Körper auftreten. Sie werden jedoch häufig im Bereich des Kopfes und des Halses lokalisiert. Dies geschieht in 60% aller Fälle. In etwa ein Drittel aller Hämangiome werden in der Leber festgestellt.
In den allermeisten Fällen ist ein Hämangiom bereits seit der Geburt vorhanden, es kann sich allerdings zum Teil alleine wieder zurückbilden. Wie Hämangiome allerdings genau entstehen, ist bisher noch unbekannt.

Formen des Hämangioms

Ein Hämangiom kann in vielen Formen auftreten.
Das kapilläre Hämangiom ist am häufigsten vertreten, es macht 30-40% aller Gefäßtumore aus. Es lässt sich optisch auf der Haut als rosafarbene Anomalie erkennen. Obgleich es in den ersten Monaten wächst, verschwindet es sehr häufig bis zum 7. Lebensjahr wieder und hinterlässt nur Narbengebilde. In unkomplizierten Fällen ist daher keine Operation notwendig. Befindet sich das Hämangiom jedoch im Gesicht, sollte bereits frühzeitig mittels Laser- oder Kryotherapie dagegen vorgegangen werden. Es lässt sich im Vorfeld nicht sagen, ob ein Hämangiom bösartig entarten wird.
Kavernöse Hämangiome (oder auch Kavernom genannt) sind in den meisten Fällen bei der Geburt noch nicht vorhanden, bilden sich aber in den ersten Lebenstagen. Kavernome stellen hellrote/purpurne Gefäßmissbildungen mit großen Gefäßhohlräumen dar. Durch diese Fehlbildungen ist die Gefahr groß, dass diese stark bluten oder dass Superinfektionen und eine Nekrose auftreten. Bestimmte kavernöse Hämangiome können zudem das Wachstum einer Extremität beeinflussen. Bei kleinen Kavernomen wird häufig die Kryotherpie, bei größeren Kavernomen die Lasertherapie eingesetzt. Zudem gibt es noch viele weitere Arten von Hämangiomen, wie z.B. sklerosierende oder traubenförmige Hämangiome.

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