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Die Bezeichnung Anästhesie ist von der altgriechischen Vokabel für Empfindungslosigkeit abgeleitet. Dabei handelt es sich um den Oberbegriff für sämtliche Verfahren der Betäubung, die wiederum in lokale Betäubungen, den Dämmerschlaf und die Vollnarkose untergliedert werden. Bei der lokal wirksamen Anästhesie erfolgt eine weitere Gliederung nach der Art des betäubten Gewebes in die Oberflächenanästhesie und die Leitungsanästhesie. Bei Letzterer wird die Übertragung der Schmerzempfindungen in den Nervenbahnen blockiert. Hier steht als besondere Form die rückenmarksnahe Betäubung zur Auswahl, die als Spinalanästhesie bezeichnet wird.

Welche Formen der Anästhesie werden bei Schönheitsoperationen angewendet?

Der Dämmerschlaf ist die Anästhesie der ersten Wahl, wenn in Schönheitskliniken Fettabsaugungen durchgeführt werden. Dabei erfolgt die Kombination mit einem lokal wirksamen Betäubungsmittel, welches mit der Lösung gemischt wird, welche die Schönheitschirurgen zur Lockerung der Fettzellen injizieren.

Lokal wirkende Schmerzmittel kommen zur Anwendung, wenn beispielsweise Warzen ausgeschält oder Narben korrigiert werden. Auch bei der Korrektur abstehender Ohren reicht eine Lokalanästhesie in den meisten Fällen aus. Eine oberflächliche Betäubung mittels Spray oder auftupfbarer Lösungen kommt bei der Laserbehandlung von Verhornungsstörungen oder der Behandlung von Pigmentstörungen zum Einsatz.

Zur Vollnarkose greifen die Schönheitschirurgen bei komplexen Operationen. Beispiele dafür sind die Bauchdeckenstraffung, die operative Straffung der Oberarme und Oberschenkel, Brustvergrößerungen, Bruststraffungen und Brustverkleinerungen sowie ein umfangreiches Facelift.

Was ist bei welcher Form der Anästhesie zu beachten?

Bei der oberflächlichen Anästhesie kommt es während er Wirkdauer zu Empfindungsstörungen, die keiner Behandlung bedürfen, weil sie von allein abklingen. Hier ist Vorsicht beim Kontakt mit heißen und spitzen Gegenständen geboten.

Diese Erscheinungen treten auch bei der Leitungsanästhesie auf. Hier kommen allerdings oft vorübergehende Beeinträchtigungen der Motorik hinzu. Der Grund ist, dass die Nervenbahnen während der Wirkdauer der Betäubungsmittel keine korrekte Rückmeldung der ausgeführten Bewegungen und der aktuellen Lage ans Hirn geben. Die Patienten sollten deshalb bis zum vollständigen Abklingen der Wirkung liegen.

Nach einer Vollnarkose ist immer eine medizinische Überwachung notwendig. Die Dauer der Überwachung ist von der Art des verwendeten Narkosemittels und der Dosierung abhängig. Zu den häufig beobachteten Nachwirkungen einer Narkose gehören allgemeine Verwirrtheit, Schwindel, Beeinträchtigung der motorischen Koordination, Schläfrigkeit und Übelkeit. In einigen Fällen treten bei Patienten nach einer Vollnarkose Kreislaufprobleme auf, weshalb hier immer eine mehrstündige Bettruhe unumgänglich ist.

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