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Dr. med. Holger Hofheinz
Allgemeine Chirurgen
in Düsseldorf auf jameda

Glossar

Alphabetische Sortierung



Atherom

Die Bezeichnung Atherom ist aus dem Griechischen abgeleitet. Sie bedeutet dort übersetzt „Weizengrütze“. Das Atherom, alternativ auch Trichemmalzyste genannt, ist eine gutartige Talgzyste, die eine Größe vom Stecknadelkopf bis hin zum Hühnerei haben kann. Solche Zystem sind immer im Zellgewebe der Unterhaut lokalisiert. Im aktuellen ICD-10-Standard der WHO sind die Trichemmalzysten mit der Kennung L72.1 erfasst.

Welche Ursachen hat ein Atherom?

Einer Talgzyste liegt immer eine Verstopfung des Abflussweges des Sekrets zugrunde, welches von den Talgdrüsen produziert wird. In einem Atherom finden sich Epidermiszellen, Fettkristalle und komplexe Fetttropfen. Mit besonderer Häufigkeit entstehen Trichemmalzysten am gesamten Kopf und am Hals. Aber auch die Achselhöhlen und der Intimbereich sind Orte, an denen oftmals Atherome gebildet werden.

Normalerweise verursachen Atherome keine Schmerzen, sondern stören in erster Linie die Optik. An einigen Stellen besteht die Gefahr, dass sie durch den Kontakt mit der Kleidung oder mit Schmuck mechanisch gereizt werden. Dadurch entstehen oberflächliche Läsionen, die in der Folge zu Entzündungen der gesamten Talgzysten führen können. Dann schmerzt es und sollte so schnell wie möglich chirurgisch behandelt werden.

Wie helfen die Schönheitschirurgen bei einem Atherom?

Ein nicht mit Bakterien infiziertes Atherom kann unter lokaler Betäubung punktiert werden. Dabei wird der Inhalt der Zyste vollständig abgesaugt. Allerdings besteht dabei ein Restrisiko für eine Neubildung. Ist ein Atherom infiziert und entzündet, wird es zuerst durch eine Punktierung entleert und danach vollständig ausgeschält. Die meisten Dermatologen empfehlen eine vorsorgliche Entfernung der Atherome auch dann, wenn sie keine Beschwerden verursachen. Der Grund ist, dass immer ein Risiko für Entzündungen und Infektionen besteht.

Dieser Eingriff kann in der Klinik am Rhein von den Schönheitschirurgen sowohl mit einer Lokalanästhesie als auch unter Vollnarkose durchgeführt werden. Die Operation zur Behandlung von Atheromen findet ambulant statt. Bei einer reinen Punktierung sind keine und bei einer Ausschälung nur minimale Narben zu erwarten. Bei einem bereits großflächig infizierten Atherom ist es möglich, dass die Patienten zur präventiv Antibiotika verordnet bekommen.


Atherom

Talgcyste


Analgesie

Die Analgesie verfolgt das Ziel, die Wahrnehmung von Schmerzen zu unterdrücken. Dafür stehen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl, die von der Blockade der Nervenbahnen bis hin zu Blockade der für die Schmerzwahrnehmung verantwortlichen Rezeptoren reichen.

Welche Medikamente werden bei der Analgesie verwendet?

Für die medikamentöse Analgesie kommen häufig Wirkstoffe aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika zum Einsatz. Sie haben den Vorteil, dass sie gleichzeitig die Entstehung von Entzündungen hemmen können. Zu diesen Wirkstoffen zählen beispielsweise Ibuprofen, Acetylsalicylsäure sowie Metamizol. Als reines Schmerzmittel ohne entzündungshemmende Wirkung wird Paracetamol verwendet.

Zur Unterdrückung starker Schmerzen durch Medikamente können alternativ Wirkstoffe des Morphintyps eingesetzt werden. Dazu gehören:

  • Buprenorphin
  • Codein
  • Fentanyl
  • Methadon
  • Oxycodon
  • Sufentanil
  • Tramadol

Diese Wirkstoffe haben gegenüber den Antirheumatika den Nachteil, dass sie abhängig machen und deshalb unter die Regelungen des Betäubungsmittelgesetzes fallen.

Welche anderen Möglichkeiten kennt die Analgesie?

Zur Analgesie gehören außerdem alle Techniken der physikalischen Schmerztherapie. Die klassische Form wäre die gezielte Kühlung einzelner Körperregionen. So wird beispielsweise Eisspray verwendet, um den Schmerz bei kleinen und sehr kurzen Eingriffen auszuschalten. Auch die Massage unter Ausnutzung der Triggerpunkte stellt eine Form der physikalischen Analgesie dar. Neben der Anwendung von Reizstrom und Akupunktur lässt sich die Entstehung von Schmerzen durch die Ruhigstellung der betroffenen Partien eindämmen und in vielen Fällen sogar ganz verhindern.

Eine besondere Form der Analgesie stellt die Analgosedierung dar. Hier werden gleichzeitig schmerzstillende und beruhigende Wirkstoffe (Sedativa) verabreicht. Die Sedierung hat den Vorteil, dass die Patienten auch das Geschehen um sie herum nur stark gedämpft oder gar nicht mehr wahrnehmen. Die Analgosedierung kommt in der Schönheitschirurgie häufig zum Einsatz, um den Patienten die Belastungen durch eine Vollnarkose zu ersparen.


Abdominoplastik

Die Abdominoplastik, im Volksmund auch Bauchdeckenstraffung genannt, ist eine Operation der Plastischen Chirurgie zur Straffung der Bauchdecke. Hierbei wird überschüssiges Fettgewebe entfernt.

Eine Abdominoplastik wird bei Patienten vorgenommen, die einen großen Hautüberschuss im Bauchbereich aufweisen (sog. Hängebauch), was häufig als Resultat eines Gewichtsverlustes auftritt. Im Zuge der Operation wird der Bauch dem veränderten Gewicht angepasst. Durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung sowie durch sportliche Aktivitäten wird im Vorfeld das Gewicht reduziert. Dieses Verfahren dient nicht primär dem Gewichtsverlust.

Behandlungsmethoden

Vor einer Operation zeichnet der behandelnde Arzt die überschüssigen Hautareale an. Die Schnitte werden in einem bogenförmigen Schnitt vollzogen, so dass später eine unauffällige Narbenbildung gegeben ist. Bei der Operation wird die überschüssige Haut mitsamt dem darunterliegenden Fettgewebe entfernt. Ein zweiter Schnitt wird um den Bauchnabel gesetzt, um diesen zu lösen. Im Anschluss wird die Bauchdecke neu geformt und mit Nähten wieder verschlossen. Der Bauchnabel wir anschließend neu positioniert.

Während des Eingriffes wird auch gegebenenfalls die erschlaffte Bauchmuskulatur gestrafft. Zum Schluss wird per Drainage überschüssige Gewebeflüssigkeit und Blut nach draußen transportiert. Diese Schläuche bleiben auch ein bis zwei Tage nach der Behandlung. Zusätzlich wird eine Kompressionsbandage angebracht.

Welche Risiken gibt es bei einer Abdominoplastik?

Nach der Operation sollte darauf geachtet werden, dass der Patient frühzeitig wieder mobilisiert wird, um Thrombose oder einer Lungenembolie vorzubeugen.

Das Hauptrisiko dieser Operation besteht in einer Wundinfektion und einer mangelhaften Durchblutung der Haut im Bauchbereich. Als Folge können Wundheilstörungen entstehen.

Eine Abdominoplastik stellt einen großen operativen Eingriff dar. Dieser sollte ausnahmslos in jedem Fall von einem Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie übernommen werden.


Augmentation

Der Begriff Augmentation leitet sich von der lateinischen Vokabel „augmen“ ab. Sie wird dort synonym für Zuwachs und Vermehrung verwendet. In der Schönheitschirurgie findet sich als Ableitung die Bezeichnung Mammaaugmentation. So nennt der Mediziner eine Brustvergrößerung.

Die historische Entwicklung der Augmenation

Die erste Brustvergrößerung führte Vincenz Czerny im Jahr 1895 durch. Allerdings verwendete er damals als Implantat ein Lipom. Die ersten erfolgreichen Versuche einer Augmentation mit festen Implantaten fanden im Jahr 1951 mit Ivalon-Schwämmen statt. Zehn Jahre später kamen Ärzte aus Houston auf die Idee, Silikonimplantate bei der Brustvergrößerung einzusetzen. Silkon wird auch heute noch bei der Augmentation verwendet, jedoch nicht mehr in flüssiger Form, sondern in Form eines auslaufsicheren kohesiven Gels. Als Alternative stehen Implantate mit einer physiologischen Kochsalzlösung zur Verfügung. Eine weitere Methode des Brustaufbaus wurde von Kotaro Yoshimura entwickelt. Sie wird Cell-Assisted Lipotransfer bezeichnet und nutzt Eigenfett.

Die Operationsmethoden bei der Augmentation mit Implantaten

Beim chirurgischen Brustaufbau gibt es vier verschiedene Operationstechniken:

  • submuskuläre Augmentation = Implantat kommt unter den Brustmuskel
  • subglanduläre Augmentation = Implantat kommt zwischen Brustmuskel und Brustdrüse
  • dual plane Technik = Implantat liegt zum Großteil unter dem Brustmuskel, im unteren Bereich jedoch unter der Drüse
  • subfasziale Implantation = Implantat wird unter der Brustmuskelfaszie platziert

Alle Arten der Augmentation werden unter Vollnarkose durchgeführt und erfordern einen Hautschnitt. Auch hier stehen mehrere Möglichkeiten zur Auswahl:

  • Falte unter der Brust (inframammär)
  • rund um den Warzenhof (transareolär)
  • Zugang von der Achselhöhle aus (transaxillär)



Botulinum

Botulinum zählt sich zur Gruppe der neurotoxischen Proteine und wird in der Schönheitsklinik am Rhein unter dem Namen Botox zur Faltenbehandlung eingesetzt. Dabei wird ausgenutzt, dass Botulinum eine Hemmung der Übertragung von Reizen zwischen den Nervenzellen und den Muskelzellen bewirkt. Mimisch bedingte Falten entstehen durch die Anspannung der Muskeln. Dazu zählen die so genannten Sorgenfalten, die sich zwischen den Augenbrauen finden. Auch die Grübelfalten auf der Stirn werden durch Muskelspannung bewirkt. Werden diese Falten mit Botulinum umspritzt, wird die Muskelkontraktion je nach Dosierung vermindert oder ganz unterdrückt, was eine Glättung dieser Bereiche zur Folge hat. Die Zulassung zur Faltenbehandlung erhielt Botulinum in Deutschland im Jahr 2002.

Wofür wird Botulinum in der Medizin noch eingesetzt?

Botulinum leistet nicht nur bei der Faltenbehandlung gute Dienste. Inzwischen hat sich der Wirkstoff beispielsweise auch bei der Behandlung von Migräne und von spannungsbedingten Kopfschmerzen bewährt. Ein weiteres Einsatzgebiet von Botulinum ist die Behandlung der Hyperhidrose, wie der Mediziner eine übermäßige Produktion von Schweiß bezeichnet. Bei der Therapie von Krämpfen der Augenlider mit Botulinum liegt die Erfolgsquote inzwischen bei rund 90 Prozent. Liegen einem Schiefhals Muskelkrämpfe zugrunde, kann mit Botulinum sechzig bis achtzig Prozent der Patienten geholfen werden. Auch einige der Orthopädie zuzuordnende Erkrankungen können mit Botulinum erfolgreich therapiert werden. Dazu zählt beispielsweise auch die Epicondylitis, die im Volksmund als Tennisarm und neuerdings auch als Mouse-Arm bezeichnet wird.

Wie wirkt Botulinum?

Die im Botulinum enthaltenen Wirkstoffe heißen Ektotoxine. Gelangen die Ektotoxine in den Muskel, verhindern sie die Freisetzung von Acetylcholin. Acetylcholin zählt zur Gruppe der Neurotransmitter und ist dort zuständig für die Übertragung der Signale zwischen Nerv und Muskel. Der größte Vorteil der Wirkungsweise von Botulinum ist, dass andere Funktionen nicht beeinträchtigt werden. Die behandelnden Bereiche bleiben beispielsweise berührungs- und temperaturempfindlich. Die Wirkungsdauer von Botulinum ist individuell unterschiedlich und liegt zwischen drei und sechs Monaten.

 

 


Blepharochalasis

Liderschlaffung


Blepharoplastik

Lidstraffung




Collagen

Was ist Collagen?

Collagen (internationale Schreibweise, auch Kollagen möglich) ist ein Protein, welche das wichtigste Element der Bindegewebszellen darstellt. Es taucht zum Beispiel in Knochen, Bändern, Sehnen, Knorpel, Zähnen, Blutgefäßen und natürlich in der Haut auf.
Der Name Collagen bedeutet so viel wie „Leim erzeugend“, da dieses Protein früher als Klebstoff benutzt wurde.
Kollagene bestehen aus einer Gruppe von verschiedenartigen Eiweißstoffen, überwiegen kommen hier die beiden Aminosäuren Glycin und Prolin vor.
Sie werden aus den körpereigenen Stoffen hergestellt und werden nicht über die Nahrung aufgenommen, sind somit also nicht essentiell.

Welche Aufgabe hat Collagen im Körper?

Collagen hat als Faserbestandteil viele Aufgaben zu erfüllen. Der bekannteste Collagentyp, das Collagen I, macht ca. 25-30% des gesamten Eiweißanteils des menschlichen Körpers aus. Als eine Funktion stellt es, wenn es in ausreichender Menge vorhanden ist, die Regulierung des Nährstoffhaushaltes der Haut dar, so dass die Haut gesund, jung und straff wirkt. Im Alter wird immer weniger Collagen produziert, was der Grund für das sich ändernde, optische Erscheinungsbild. Durch den Verlust der Spannkraft und der Hautalterung entstehen somit Falten.
Collagen dient zum Transport von Sauerstoff in die Zellen und gewährleistet die Ausscheidung von Kohlenstoffdioxid.
50% des gesamten Collagenanteils im menschlichen Körper kommt in den Knochen vor, es bietet ihnen genug Halt und Flexibilität.
Auch das Augen wird mit Hilfe einer collagenhaltigen Hornhaut vor Schäden geschützt.

Was passiert bei zu wenig Collagen?

Mit einem Anteil von 30% des Gesamtgewichts eines Menschen stellt das Collagen einen wichtigen Baustein des Körpers dar.
Kollagenmangel kann sich auf verschiedenste Arten äußern. Die Beschwerden reichen von Gelenksschmerzen, Müdigkeit, Fieber bis hin zu Bindegewebserkrankungen. Diese pathologischen Störungen werden auch Kollagenosen genannt, welche zu den Autoimmunerkrankungen gehören. Hierbei richtet sich das Abwehrsystem des Köpers gegen eigene Zellstrukturen.
Um Kollagenmangel vorzubeugen, werden heutzutage immer mehr Nahrungsergänzungsmittel mit Kollagenhydrolysat angeboten. Auch in Kosmetika taucht Kollagen zur Faltenprävention sehr häufig auf.


Cellulite

Cellulite ist auch bekannt unter Dernopanniculosis derfomans, Organgenhaut oder Zellulitis, wobei Zellulitis eine Entzündung des Unterhautgewebes darstellt, was bei der Cellulite nicht vorliegt.

Die Cellulite stellt eine konstitutionell bedingte Veränderung des subkutanen Fettgewebes im Oberschenkel- und Gesäßbereich von Frauen dar. Aufgrund der unterschiedlichen Struktur des Bindegewebes, bleiben Männer fast vollständig hiervon verschont. 80-90% aller Frauen in fortschreitendem Alter bekommen, in unterschiedlicher Intensität, Cellulite.
Auch jüngere Frauen können durch schwaches Bindegewebe oder durch Überwicht schon früh an Cellulite leiden.

 

Wie macht sich Cellulite bemerkbar?

Cellulite entsteht im subkutanen Fettgewebe der Frau. Innerhalb dieses Gewebes existieren gitterartig angeordnete Kollagenstränge. Durch Hormonveränderungen des Menstruationszyklus schwellen diese Gitterstrukturen an. Dem liegt also zu Grunde, dass das Hormon Östrogen einer der Gründe für Cellulite ist.

Diese Veränderungen der Gewebestruktur lassen sich an der Hautoberfläche deutlich sehen.
Hierbei handelt es sich aber nicht um eine Krankheitserscheinung, sondern rein um ein kosmetisches bzw. ästhetisches Problem.
Bei der Cellulite lassen sich drei Stufen des Hautbildes herausstellen.
Die erste Stufe zeigt sichtbare Dellen in der Haut, wenn man einen „Kneiftest“ durchführt.
In der zweiten Stufe sind bereits deutliche Dellen im Stehen, nicht aber im Liegen erkennbar.
Dellen im Liegen hingegen sind in der dritten und letzten Stufe zu sehen.

 

Was hilft gegen Cellulite?

Aufgrund seiner Anatomie und Veranlagung ist der weibliche Körper prädestiniert für Cellulite. Häufig ist das Erscheinen von Cellulite durch ein schwaches Bindegewebe erblich bedingt. Cremes bieten hierbei nur bedingt Abhilfe. Sport und ausreichend Bewegung hingegen können bereits helfen, die Struktur des Bindegewebes zu erhalten.

Es gibt viele Lösungsansätze in der Medizin, eine einheitliche Behandlung von Cellulite gibt es bisher noch nicht. So kommen Behandlungen mit einer Injektions-Lipolyse, ästhetische Mesotherapie (bzw. MicroNeedling), Lymphdrainagen oder eine Kryotherapie, bei der mit extrem niedrigen Temperaturen gearbeitet wird für betroffene Personen in Frage.

Im Rahmen von Fettabsaugungen kann häufig eine Verbesserung der Cellulite beobachtet werden. Dies liegt vermutlich an der narbigen Schrumpfung der Haut. Vor allem im Bereich der Oberschenkel-Außenseiten ist der Effekt zu beobachten.


CO2-Laser

Effektives Lasersystem zur Glättung und Straffung der Gesichts- und Halshaut Columella = Nasensteg Cutis laxa = lockere Hau




Dermabrasion

Eine Dermabrasion zählt zu den operativen Methoden der ästhetischen Medizin. Darunter versteht man ein mechanisches Verfahren zum Abschleifen der Haut (Epidermis).

Wo kann eine Dermabrasion angewendet werden?

Es gibt viele Anwendungsgebiete, wo eine Dermabrasion stattfinden kann. Häufig wird es zum Beispiel bei Akne angewendet oder generell bei Narbenbildungen.
Auch Pigmentstörungen können erfolgreich behandelt werden. Auch bestimmte Arten von Leberflecken können damit entfernt werden. Das gleiche Problem tritt bei Patienten mit einer knolligen Verdickung der Nase (Rhinophym) auf. Eine Dermabrasion kann dem Abhilfe leisten.

Ablauf einer Dermabrasion

2 Wochen vor dem Eingriff sollte der Patient weder Alkohol, noch Acetylsäure (Wirkstoff in Schmerztabletten) zu sich nehmen. Ebenso sollte ein Monat vorher der Zigarettenkonsum auf ein Minimum reduziert werden, um die Wundheilung nicht zu verlängern. Frauen sollten besonders darauf achten, 14 Tage vorher die oralen Kontrazeptiva (Antibaby-Pille) abzusetzen, da sonst eine Hyperpigmentierung im Zuge der Wundheilung entstehen kann.
Vor der Operation wird die zu behandelnde Fläche antiseptisch oder antibakteriell gereinigt.
Anschließend findet eine Anästhesie statt, die je nach Umfang der Behandlung stattfindet. Hierbei kann es von einer lokalen Betäubung bis hin zu einer Vollnarkose kommen.
Während des Verfahrens wird mit feinen, elektrischen Schleifkop die Epidermis bis zum Stratum papillare abgetragen.
Im Anschluss wird der operierte Bereich mit einem Wundverband bedeckt und auch weiterhin mit Salben behandelt. Andernfalls könnte es aufgrund der Austrocknung der Haut zur Narbenbildung kommen. Um die Wundheilung nicht zu gefährden, sollte es vermieden werden, den Schorf zu entfernen und die Haut in den ersten 2-3 Monaten nicht der intensiven Sonne auszusetzen.

Verspricht eine Dermabrasion Erfolg?

Diese Frage kann mit einem klaren Ja beantwortet werden. Dermabrasionen weisen in der ästhetischen Medizin bemerkenswerte Ergebnisse auf. Sie trägt zu einem optisch ansprechenderen und jugendlich verfeinerten Hautbild bei.




Exzision

Der Begriff Exzision leitet sich von der lateinischen Vokabel „excidere“ ab, die gleichbedeutend mit dem deutschen Begriff „herausschneiden“ verwendet wird. In der Medizin wird die Bezeichnung Exzision immer dann genutzt, wenn von den Ärzten bei einem chirurgischen Eingriff Gewebe aus dem Körper entfernt wird. Dabei kann es sich um die Entfernung unerwünschter Einlagerungen oder die therapeutisch notwendige Entnahme kompletter Organe handeln. Aber auch der Zahnarzt spricht von einer Exzision, wenn er einem Patienten einen Zahn zieht.

Wann führen Schönheitschirurgen eine Exzision durch?

Für mögliche Exzisionen in der Schönheitschirurgie gibt es verschiedene Beispiele. Dazu gehören die Entfernung von Lipomen ebenso wie das Punktieren oder Ausschälen von Atheromen. Auch bei komplexen Korrekturen der Körpersilhouette werden Exzisionen in der Schönheitschirurgie notwendig. So werden bei einer Bruststraffung und einer Brustverkleinerung sowohl Haut- als auch Bindegewebe entfernt. Die Entfernung überschüssiger Haut wird ebenso im Rahmen einer Bauchstraffung, einer Oberarmstraffung und einer Oberschenkelstraffung mit und ohne vorherige Fettabsaugung notwendig.

Welche Bedeutung hat die Exzision bei der Narbenkorrektur?

Die Korrektur einer ungünstig verwachsenen Narbe wird in der Medizin als Friedrich-Wundausschneidung bezeichnet. Namensgeber für dieses Verfahren war der deutsche Chirurg Paul Leopold Friedrich. Er entwickelte die Wundexzision während seiner Tätigkeit als Generaloberarzt im I. Weltkrieg zur Behandlung verletzter Soldaten. Inzwischen hat es als Narbenexzision Eingang in die Schönheitschirurgie gefunden.

Bei der Narbenexzision wird das eigentliche Narbengewebe herausgeschnitten und anschließend neu vernäht. Damit lassen sich sowohl eine Verbesserung der Narbenoptik als auch eine Aufwertung des Narbengewebes erzielen. Außerdem bewirkt die Exzision vorhandener Narben eine funktionelle Verbesserung, wenn dabei Verhärtungen des Narbengewebes mit entfernt werden. Damit wurde eine Variante der Narbenkorrektur geschaffen, die über die Möglichkeiten der Gewebeabrasion weit hinausgeht.


Epithelgewebe

Als Epithelgewebe werden in der Medizin die Zellen bezeichnet, von denen die Oberflächen des menschlichen Körpers abgedeckt werden. Eine Besonderheit besteht beim Epithelgewebe darin, dass dort keine Blutgefäße verlaufen. Die Abgrenzung vom darunter liegenden Bindegewebe wird durch die Basalmembran bewirkt. Die in der Basalmembran enthaltenen Fasern und Fibrillen halten das Epithelgewebe fest und sind auch für die Versorgung der Epithelien verantwortlich.

Welche Differenzierung gibt es beim Epithelgewebe?

Zuerst einmal wird das Epithelgewebe in Oberflächenepithelien und Drüsenepithelien unterschieden. Die Hauptfunktion der Oberflächenepithelien ist der Schutz des darunter liegenden Gewebes. Die meisten Oberflächenepithelien finden sich beim Menschen auf der Haut sowie in der Darmschleimhaut. Sie sind für die Aufnahme von Stoffen aus der Umgebung zuständig, während die Drüsenepithelien in Form der Sekrete Stoffe in die Umgebung abgeben. Das Epithelgewebe der Schweißdrüsen nimmt dadurch auch Aufgaben bei der Temperaturregelung wahr. Diese Drüsenepithelien sind sozusagen das Kühlsystem des menschlichen Körpers. Die Talgdrüsen der Haut enthalten holokrines Epithelgewebe. Das bedeutet, dass die Zelle bei der Sekretbildung abstirbt und zerfällt. Das bedeutet, dass diese Epithelien ständig ersetzt werden müssen.

Welches Epithelgewebe findet sich auf der menschlichen Haut?

Das Epithelgewebe der Haut stellt eine Besonderheit dar, denn es gehört zum mehrschichtigen Plattenepithel, welches die Fähigkeit zur Verhornung mitbringt. Die Verhornung sowie das Absterben der äußeren Epithelien dienen dem Schutz der darunter liegenden Gewebsschichten. Außerdem besitzt das Epithelgewebe der Haut sehr viele Desmosomen. So bezeichnet der Mediziner die Verbindungsflächen zwischen zwei Zellen. Die hohe Zahl der Desmosomen sorgt dafür, dass das Epithelgewebe der Haut auch einer mechanischen Belastung standhalten kann. Der Hauptbestandteil der Desmosomen sind die zu den Faserproteinen gehörenden Keratine. Die Verbindung der Epithelien der Haut mit der darunter liegenden Basalmembran erfolgt mit den Hemidesmosomen. Sie enthalten Laminin-Proteine und die aus Eiweißmolekülen bestehenden Integrine.

Welche Funktionen haben die Merkel-Zellen im Epithelgewebe?

Im Epithelgewebe der menschlichen Haut sind die Merkel-Zellen, die nach ihrem Entdecker Friedrich Merkel benannt wurden, als Sinneszellen aktiv. Sie zählen sich zu den Mechanorezeptoren und dienen der Wahrnehmung von Berührungen. Sie werden von den Medizinern alternativ auch als Pinkus-Iggo-Tastscheiben bezeichnet, wenn sie in Gruppen in den behaarten Bereichen der Haut auftreten. Außerdem bringen einige Zellen im Epithelgewebe Flimmerhärchen mit. Die Flimmerhärchen sind für das Ausschleusen von Kleinstpartikeln aus dem Organismus zuständig. Die meisten Epithelien mit Flimmerhärchen finden sich in den Atemwegen des Menschen.




Face-/Neck-lift

Gesichts-/ Halsstraffung


Facelift

Der Begriff Facelift wird synonym für die Gesichtsstraffung verwendet. Das operative Facelift hat inzwischen bereits eine rund hundert Jahre umfassende Geschichte. Da es mittlerweile eine hochkomplexe Operation darstellt, welche eine hohe Spezialisierung erfordert, gehört es heutzutage in die Hände eines erfahrenen Facharztes für Plastische- und Ästhetische Chirurgie.

Welche Methoden gibt es beim operativen Facelift?

Minilift:

Beim Mini-Facelift findet eine reine Straffung der Haut im Bereich der Wange statt. Diese Methode ist primär geeignet für milde Erschlaffungen bei jüngeren Patienten, ohne Beteiligung des Halses.

Mittleres-unteres Facelift:

Bei einer tyoischen Erschlaffung im Wangen und Halsbereich, kommt das mittlere- unteres Facelift zum Einsatz. Dabei arbeiten die Plastisch-sthetische Chirurgen mit der SMAS-Technik. Das Kürzel leitet sich vom englischen Begriff „Superficial Muscular Aponeurosis System“ ab. Schon diese Bezeichnung sagt aus, dass es sich um einen komplexen Eingriff zur Gesichtsstraffung handelt, in den auch das Bindegewebe und Muskeln mit einbezogen werden. Das heißt, die SMAS-Technik definiert beim Facelift ganze Strukturen neu. Es kommt zu einer Verlagerung der Weichteile, ohne das Spannung auf der Haut liegt. Somit sind dauerhafte und gleichzeitig auch sehr natürliche Ergebnisse möglich. Eine interessante Ergänzung bei den meisten Faceliftoperationen stellt heutzutage die begeleitende Eigenfettinjektion dar.

Was kennzeichnet das nicht-operative Facelift?

Bei der Gesichtsstraffung ohne chirurgischen Eingriff, (auch liquid lifting bezeichnet) wird versucht, die Erschlaffung durch den Ersatz von verloren gegangenem Volumen mittles Unterspritzung von unterschiedlichen Substanzen zu erzielen. Diese Aufpolsterung erfolgt typischerweise mit Hyalurongel oder Eigenfett. Teilweise werden diese Substanzen vom Stoffwechsel jedoch abgebaut werden, sodass eine Wiederholung bei dieser Art Facelift notwendig ist.




Ganglion

Ein Ganglion wird in der Umgangssprache auch häufig als Überbein bezeichnet. Hierbei handelt es um einzeln oder mehrfach auftretende, gutartige Zystenbildung mit Flüssigkeitsfüllung. Daher zählt ein Ganglion zur Kategorie der Weichteiltumore.
Diese Zystenbildung findet im Bereich der Gelenkkapsel oder der oberflächlichen Sehnenscheide statt, es tritt in diesem Fall häufig am Handgelenksrücken, aber auch an den einzelnen Gliedern auf.
Oftmals bereit ein Ganglion einem Betroffenen keine Beschwerden, es kann sich jedoch auch ein Schmerz- oder Taubheitsgefühl bemerkbar machen.
Konservative Behandlungsmethoden eignen sich in der Regel gut für die Entfernung eines Ganglions, teilweise ist aber auch eine Operation nötig.

Ursache und Symptome

Der größte Teil der Betroffenen sind junge Menschen im Alter zwischen 20-30 Jahren. Auch tritt es bei Frauen häufiger auf, als bei Männern.
Die Entstehungsursache eines Ganglions konnte bisher noch nicht genau geklärt werden. Man geht davon aus, dass eine Spontanbildung stattfindet oder ein Ganglion durch übermäßige Ausschüttung von Gelenkflüssigkeit (Mycin) aufgrund chronischer Reizzustände entsteht.
Durch die übermäßige Ausschüttung von Flüssigkeit entsteht eine deutlich sichtbare Schwellung. Charakteristisch hierfür ist die Form eines prallgefüllten, elastischen Knotens.
Die Diagnose eines Ganglions kann meistens schon durch Lokalisation oder der Form gestellt werden. Es gibt einige Möglichkeiten, ein eine fundierte Diagnose zu erstellen und um eine Knochenwölbung (Exostose) ausschließen zu können. Dies kann mit Hilfe einer Nadelaspiration der Flüssigkeit, einem Ultraschall oder durch chirurgische Hilfe geschehen.

Behandlungsverfahren eines Ganglions

In weniger schlimmen Fällen kann die Ruhigstellung der betroffenen Region angeordnet werden, wodurch sich das Ganglion häufig schon von alleine zurückbildet. Es kann durch erneute Überlastung jedoch wieder auftauchen.
Auch durch eine Pression kann eine Besserung erfolgen. Dies geschieht entweder durch starken punktuellen Druck oder indem die Flüssigkeit mit leichtem Druck wieder ins Gelenk gedrückt wird.
Ansonsten besteht noch die Möglichkeit einer konventionellen, operativen Entfernung oder mittels einer Endoskopie. In beiden Fällen wir das Ganglion mitsamt seinem Stil abgetragen.
Die Möglichkeit eines Wiederauftretens (Rezidiv) liegt jedoch bei 20-30%.

 


Glabelle

Zornesfalte


Gynäkomastie

weiblicher Brustansatz beim Mann

 




Hämatom

Das Wort Hämatom leitet von dem dem altgriechischen Wort „haima“ (Blut) ab. Ein Hämatom stellt einen Blutaustritt eines verletzten Blutgefäßes oder einer Blutansammlung in einer Körperhöhle dar.  Umgangssprachlich wird er daher auch häufig Bluterguss oder blauer Fleck genannt.

Wodurch entsteht ein Hämatom?

Ein Hämatom entsteht meistens im subkutanen Bereich der Haut, also im Bereich des Binde- und Fettgewebes durch Fremdeinwirkung. Hierzu zählen unter anderem Stöße, Stürze oder Schläge. Nur in seltenen Fällen sind sie Folge einer Hämophilie, einer Störung der Blutgerinnung.
Normalerweise heilt ein Hämatom nach 14-21 Tagen selbstständig ab. Es kann stark anschwellen und dementsprechend ein großes Schmerzgefühl auslösen.
Während des Heilungsverlaufes weist ein Hämatom verschiedene Farben auf, je nachdem welche Blutrückstände gegenwärtig vom Körper abgebaut werden.

Welche Phasen gibt es?

In der ersten Phase sieht das Hämatom äußerlich rot aus. Die kleinen Kapillare platzen und Blut tritt ins Gewebe aus. Die rote Färbung wird durch den roten „Farbstoff“ im Blut, dem Hämoglobin, verursacht.
In der zweiten Phase gerinnt das Blut, wodurch sich das Hämatom dunkelrot bis blau färbt.
Der enzymatische Abbau des Hämoglobins zu Verdoglobin (Gallenfarbstoff) findet in der dritten Phase statt. Hierbei tritt eine braun-schwarze Färbung auf.
In der vierten Phase hingegen wird das Hämoglobin zu Biliverdin abgebaut, das Hämatom sieht äußerlich dunkelgrün aus.
Zu guter Letzt findet in der fünften und letzten Phase erneut ein enzymatischer Abbau des Hämoglobins statt, welches zu Bilirubin umgewandelt wird, was eine gelb-braune Färbung des Hämatoms zur Folge hat.
Um generell eine Ausbreitung der Blutung zu einzudämmen, kann die betroffene Stelle gekühlt werden. Dadurch ziehen sich die Blutgefäße zusammen, so dass weniger Blut austritt. So wird ebenfalls das Schmerzgefühl gemindert.
Grundsätzlich ist ein Hämatom ungefährlich, da sie wie oben beschrieben, sich nach einer gewissen Zeit von alleine zurückbilden. Gefährlich werden Hämatome allerdings im Gehirnbereich (Gehirnblutung) oder in Gelenken, die bei wiederholtem Auftreten Arthrose auslösen oder begünstigen können.


Hämangiom

Was ist ein Hämangiom?

Ein Hämangiom stellt einen embryonalen Tumor dar, welcher häufig auch aus Erdbeerfleck oder Blutschwämmchen bezeichnet wird. Hämangiome sind bereits häufig seit der Geburt vorhanden und wachsen in ca. 10% aller Fälle im ersten Lebensjahr stark an.
Bei Säuglingen besteht eine 3-5 prozentige Wahrscheinlichkeit, dass ein Hämangiom auftritt. Daraus resultiert, dass Hämangiome die häufigste Tumorerkrankung im Kindesalter darstellen. Mädchen leiden 2-3 Mal häufiger an Hämangiomen als Jungen.

Wo tritt ein Hämangiom auf?

Hämangiome können prinzipiell am ganzen Körper auftreten. Sie werden jedoch häufig im Bereich des Kopfes und des Halses lokalisiert. Dies geschieht in 60% aller Fälle. In etwa ein Drittel aller Hämangiome werden in der Leber festgestellt.
In den allermeisten Fällen ist ein Hämangiom bereits seit der Geburt vorhanden, es kann sich allerdings zum Teil alleine wieder zurückbilden. Wie Hämangiome allerdings genau entstehen, ist bisher noch unbekannt.

Formen des Hämangioms

Ein Hämangiom kann in vielen Formen auftreten.
Das kapilläre Hämangiom ist am häufigsten vertreten, es macht 30-40% aller Gefäßtumore aus. Es lässt sich optisch auf der Haut als rosafarbene Anomalie erkennen. Obgleich es in den ersten Monaten wächst, verschwindet es sehr häufig bis zum 7. Lebensjahr wieder und hinterlässt nur Narbengebilde. In unkomplizierten Fällen ist daher keine Operation notwendig. Befindet sich das Hämangiom jedoch im Gesicht, sollte bereits frühzeitig mittels Laser- oder Kryotherapie dagegen vorgegangen werden. Es lässt sich im Vorfeld nicht sagen, ob ein Hämangiom bösartig entarten wird.
Kavernöse Hämangiome (oder auch Kavernom genannt) sind in den meisten Fällen bei der Geburt noch nicht vorhanden, bilden sich aber in den ersten Lebenstagen. Kavernome stellen hellrote/purpurne Gefäßmissbildungen mit großen Gefäßhohlräumen dar. Durch diese Fehlbildungen ist die Gefahr groß, dass diese stark bluten oder dass Superinfektionen und eine Nekrose auftreten. Bestimmte kavernöse Hämangiome können zudem das Wachstum einer Extremität beeinflussen. Bei kleinen Kavernomen wird häufig die Kryotherpie, bei größeren Kavernomen die Lasertherapie eingesetzt. Zudem gibt es noch viele weitere Arten von Hämangiomen, wie z.B. sklerosierende oder traubenförmige Hämangiome.


Hyperhidrosis axillaris

Der Begriff Hyperhidrosis axillaris setzt sich aus den griechischen Vokabeln „hypér“ und „hidrós“ zusammen, die für eine übermäßige Produktion Schweiß stehen. Mit der Ergänzung durch den lateinischen Begriff „axilla“ wird als Ort der Überproduktion von Schweiß die Achselhöhle angegeben. Die Ursachen sind vielfältiger Natur und werden in die primäre und sekundäre Hyperhidrosis unterschieden. In der Achselhöhle tritt jedoch nur die sekundäre Form auf. Hier reicht die Palette der möglichen Ursachen von Hormonstörungen über eine Unterfunktion der Hypophyse bis hin zur Diabetes und zum Übergewicht. Auch psychische Probleme sowie Schädigungen des Hypothalamus und Teilen des vegetativen Nervensystems kommen als Ursachen einer Hyperhidrosis axillaris in Frage.

Wie behandelt der Schönheitschirurg die Hyperhidrosis axillaris?

Grundsätzlich stehen hier zwei Methoden zur Auswahl. Ist nur eine vorrübergehende Linderung (z.B. im Sommer) gewünscht, kommen Präparaten mit dem muskelentspannenden Medikament Botulintoxin A in Frage. Die Wirkung setzt sofort ein und hält zwischen 3 bis 6 Monaten an.

Ist eine dauerhafte Befreiung der Überproduktion von Schweiß im Achselbereich gewünscht, können die Schönheitschirurgen mit einer Schweißdrüsenabsaugung helfen. Dieser Eingriff wird ambulant im Dämmerschlaf durchgeführt und dauert etwa eine Stunde. Nach einer Schweißdrüsenabsaugung bei einer Hyperhidrosis axillaris ist eine körperliche Schonung in einem Zeitraum von vier bis sechs Wochen erforderlich.


Hyaluronsäure

Synthetisch hergestelltes Füllmaterial zur Faltenbehanldung

 




Implantat

Als Implantat wird Material bezeichnet, das gezielt in den Körper eingebracht wird und dort für einen längeren Zeitraum oder dauerhaft verbleiben soll. Dabei wird zwischen medizinischen, plastischen und funktionellen Implantaten unterschieden. Zur Gruppe der medizinischen Implantate zählen beispielsweise Zahnimplantate, Cochleaimplantate, künstliche Gelenke, Herzschrittmacher sowie Platten und Schrauben zur Fixierung von Knochensplittern und Wirbeln. Funktionelle Implantate werden zu Überwachungszwecken eingesetzt. Dazu zählen beispielsweise RFID-Chips. Plastische Implantate dienen der Rekonstruktion sowie der Formung des menschlichen Körpers.

Welche Implantate verwendet die Schönheitschirurgie?

Am häufigsten kommen in der Schönheitschirurgie Implantate zur Straffung und Vergrößerung der Brust vor. Den größten Anteil nehmen dabei Implantate mit Silikongel ein. Auf den zweiten Platz landet das Implantat, welches mit einer Kochsalzlösung gefüllt ist. Die bevorzugte Verwendung der Silikonimplantate resultiert aus dem natürlichen Gefühl sowie der Tatsache, dass Silikongel bei Bewegungen keine Geräusche verursacht. Implantate mit Kochsalzlösung kommen heute vorwiegend als Interimslösung mit der Funktion eines Extenders zum Einsatz. Die Implantate zur Brustvergrößerung und Bruststraffung stehen heute in vielen unterschiedlichen Größen sowie mit verschiedenen Formen und Oberflächen zur Verfügung.

Wo wird das Implantat zur Korrektur noch eingesetzt?

Die moderne Schönheitschirurgie nutzt das Implantat auch bei der ästhetischen Korrektur der Wadenhypoplasie. Dabei wird ein Schnitt in der Kniekehle gesetzt und das Implantat von dort aus in den Wadenmuskel eingeschoben. Hier werden genau wie bei der Brustvergrößerung bevorzugt Silikonimplantate verwendet. Außerdem dienen kleine Implantate in der Schönheitsklinik zum Aufbau eines zu schwach ausgeprägten Kinns sowie zur Augmentation der Jochbeine zur markanteren Gestaltung der Gesichtszüge.

Für das Einbringen der Implantate sind immer Hautschnitte notwendig. Die meisten Eingriffe werden unter Vollnarkose durchgeführt und machen eine Schonung nach der Operation notwendig. Abstoßungsreaktionen sind bei den modernen Implantaten aufgrund der guten Verträglichkeit kaum noch zu befürchten. Bei einer optimalen Wundheilung bleiben meistens nur schmale Narben zurück, die durch die Platzierung in den natürlichen Körperfalten kaum sichtbar sind.

 

 


Inzision

Der Begriff Inzision leitet sich von der lateinischen Vokabel „incisio“ ab, die für einen Einschnitt verwendet wird. In der Medizin wird die Bezeichnung Inzision für Schnitte verwendet, die durch die Haut und das Weichgewebe durchgeführt werden. Die Ziele dieser Schnitte bestehen darin, entweder den Zugang zu einem Hohlraum zu verschaffen oder dem Chirurgen bessere Übersicht über das Operationsgebiet zu bieten.

Weitere Bezeichnungen geben Auskunft, wo die Schnitte angelegt werden. In der Schönheitschirurgie wird beispielsweise der Schnitt rund um die Brustwarze als Mamillenrandschnitt bezeichnet. Außerdem werden bei den Inzisionen in der Klinik am Rhein die so genannten Langer-Linien bevorzugt. Bei den Langer-Linien handelt es sich um natürliche Hautspaltlinien, in denen die bei den Schnitten entstehenden Narben optimal versteckt werden können. So wird bei einer Bauchstraffung beispielsweise die Unterbauchfalte und bei einer Brustformung die Unterbrustfalte ausgenutzt.

Welche Techniken werden bei einer Inzision angewendet?

Die klassische Form der Inzision ist der Schnitt mit einem Skalpell, bei dem es sich um ein besonders scharfes Messer mit gut ausgeformter Spitze handelt. Die Handhabung des traditionellen Skalpells ist dem Griff eines Stifts ähnlich, wodurch die Schnitte der präzise geführt werden. Um eine optimale Lage der Inzisionen zu erreichen, zeichnen sich die Schönheitschirurgen die Lage der Schnitte vor Beginn der Schönheitsoperationen an.

Sauber geführte Schnitte sorgen darüber hinaus für eine optimale Abheilung und ein gutes Narbenbild, welches vor allem in der Schönheitschirurgie sehr wichtig ist.

Was muss bei einer Inzision beachtet werden?

Jede Inzision sollte nur in einer sterilen Umgebung und mit sterilen Werkzeugen durchgeführt werden. So kann das Risiko von Infektionen gen Null gesenkt werden. Die Schnitte können verklebt oder mit einer Naht verschlossen werden. Inzisionen sollten in der Abheilungsphase abgedeckt werden, um Infektionen sowie Schäden durch Kälte und intensive Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Auch ist nach einer Inzision eine Schonung des betroffenen Areals notwendig. Schmerzen bei der Notwendigkeit einer Inzision können durch eine lokale Betäubung oder durch eine Vollnarkose unterdrückt werden.

 

 

 

 




Krampfader

Was ist eine Krampfader?

Krampfadern entstehen durch eine knotige Erweiterung der Blutadern, den sog. Venen. In der Fachsprache wird eine solche Erkrankung Varikose oder Varikosis genannt.
Hierbei sind die oberflächlichen Venen der Beine betroffen.
In 95% aller Fälle ist eine solche Venenwandschwäche genetisch bedingt. Dies nennt man primäre idiopathische Varikosis.
Die sekundäre Varikosis, welche bei den restlichen 5% auftaucht, tritt als Folge anderer Venenerkrankungen (z.B. Thrombose) auf.
Mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit an Varikosis zu erkranken.
Erste Krampfadern können sich bereits ab einem Alter von 30 Jahren zeigen, wobei Frau im Durchschnitt drei Mal häufiger daran erkranken.

Ursachen und Symptome

Häufig wird angenommen, Krampfadern entstünden durch zu viel Sonne, Wärme oder dem Übereinanderschlagen der Beine. Diese Annahme ist falsch.
Normalerweise wird das Blut durch die Muskelpumpe gegen die Schwerkraft zum Herzen transportiert. Die Venenklappen sorgen dafür, dass das Blut nicht zurückfließt. Wenn die Veranlagung von schwachen Venenwänden vorhanden ist, kann der Auslöser beispielsweise häufiges langes Sitzen oder Stehen sein.
Hierbei werden die Venen solange gedehnt, bis diese nicht mehr richtig schließen. Dieser Effekt kumuliert sich im Laufe der Zeit.
Über die oberflächlichen Venen wird das Blut wieder abgepumpt, weshalb dieser gefüllter sind als üblich und sich somit optisch als Krampfader bemerkbar machen.
Erste Anzeichen machen sich durch ein Schweregefühl im Bein bemerkbar, eine flache Haltung des Beines verspricht sofortige Besserung. Auch Juckreiz, Schwellungen und nächtliche Wadenkrämpfe können ein erstes Anzeichen von Krampfadern sein.

Therapie von Krampfadern

Krampfadern sind nicht nur ein optisches Problem, sie führen im weiteren Verlauf der Krankheit zu schweren Schäden im Bein. Im fortgeschrittenen Alter ist das Risiko sehr hoch, dass nach Verletzungen lebensgefährliche Varizenblutungen entstehen.
Deshalb ist es sehr wichtig, Krampfadern bereits frühzeitig zu therapieren.
Behandlungen werden heutzutage im Rahmen von minimal-invasive operative Verfahren durchgeführt.
Von klassischen Methoden bis hin zu endovenösen Lasertherapien werden viele Behandlungsmethoden angeboten, da nicht jedes Verfahren bei jedem Patienten angewendet werden kann.
Bei sämtlichen Behandlungsverfahren gehört jedoch das Tragen von Kompressionsstrümpfen, die wenige Tage bis hin zu einigen Wochen getragen werden müssen, zur Nachbehandlung.
Das Tragen solcher Strümpfe wirkt bereits vorbeugend und lindernd, genau wie die Einnahme von Medikamenten.
In einigen Fällen kommen auch Blutegel zum Einsatz. Diese bekämpfen allerdings nur die Folge von Krampfadern und nicht deren Ursache.




Lipom

Als Lipom wird in der Fachsprache der Mediziner ein gutartiger Tumor bezeichnet, der sich in den Fettzellen bildet. Aufgrund der Lokalisierung in den Fettzellen wird auch der Begriff Adipozytentumor verwendet. Aktuelle Statistiken gehen davon aus, dass zwei von hundert Menschen im Laufe ihres Lebens mindestens ein Lipom entwickeln. Mit der größten Häufigkeit werden Lipome im Bereich des Kopfs, des Nackens und des Rückens diagnostiziert. Der überwiegende Teil der Lipome bildet sich dicht unter der Hautoberfläche und ist deshalb als Beule sichtbar. Weniger als zwei Prozent dieser Fettzellenveränderungen gehören zur den infiltrierenden Lipomen, die sich im Muskelgewebe (bevorzugt in den Beinen) bilden.

Ursachen und Diagnose von Lipomen

Über die Ursache der Lipome sind sich die forschenden Mediziner nicht ganz einig. Die führende Hypothese geht von einer abnormalen Entwicklung der noch sehr wandlungsfähigen Stammzellen aus. Andere Mediziner vermuten als Ursache eine Hyperplasie oder Neuplasie. Lipome sind einerseits häufig auf den ersten Blick sichtbar und können andererseits durch ihre Abgrenzung zum normal entwickelten Gewebe gut getastet werden. Sie wachsen im Gegensatz zu den bösartigen Liposarkomen langsam und lassen sich innerhalb des umgebenden Gewebes verschieben. Auch die MRT-Untersuchung sowie die Computertomographie leisten bei der Diagnose gute Dienste. Eine hundertprozentige Differenzierung zwischen beiden Varianten ist durch eine Gewebeprobe und eine histologische Untersuchung möglich.

Welche Behandlungen bieten Schönheitschirurgen für Lipome?

Da sich die Lipome oftmals auch an Stellen finden, wo sie nicht durch Kleidung verdeckt werden, bieten Schönheitschirurgen die operative Entfernung der Lipome durch eine Exzision an. Das heißt, die klar vom umgebenden Gewebe abgegrenzten Bereiche werden einfach herausgeschält. Alternativ ist auch eine Liposuktion möglich, bei der das von den Veränderungen betroffene Fettgewebe abgesaugt wird. Der Vorteil dieser Methode liegt darin, dass kein Hautschnitt erfolgen muss. Da dies jedoch mit einer erhöhten Rate an erneuter Lipombildung einhergeht, überwiegt die klassische Methode mit Hautschnitt.


Liposuktion

Eine Liposuktion ist im Allgemeinen eher unter dem Begriff Fettabsaugung bekannt. Es handelt sich hierbei um die Entnahme von Fettzellen, welche mit Hilfe von Kanülen unter der Haut abgesaugt werden. Dieser ästhetisch-chirurgische Eingriff wird meist auf Patientenwunsch durchgeführt (hier spricht von man einem elektiven Eingriff).Oftmals gibt es aber auch medizinische Gründe, die Liposuktion erforderlich machen.

Wie findet eine Liposuktion statt?

Am verbreitetsten ist die Tumeszenzmethode, die vom kalifornischen Hautarzt Jeffrey A. Klein entwickelt wurde. Hierbei werden bis zu mehreren Litern eines Gemisches aus sterilem Wasser, einem Betäubungsmittel, Adrenalinund Natriumbicarbonat in das Fettgewebe gespritzt. Durch dieses Gemisch wird zum einen die betroffene Stelle wirksam betäubt, zum anderen saugt es sich mit den Fettzellen voll. Die daraus entstehende Emulsion wird mit Hilfe von Spezialkanülen und einem leichten Sog abgesaugt.
Im Anschluss an den Eingriff muss für längere Zeit ein Kompressionsmieder getragen werden.

Welche Risiken gibt es bei einer Liposuktion?

Wie bei jedem operativen Eingriff, kann ein Risiko niemals vollständig ausgeschlossen werden. Besonders bei Fettabsaugungen ist die Erfahrung des behandelnden Arztes enorm wichtig, da Liposuktionen in sehr wenigen Facharztweiterbildungen enthalten sind. Allgemein ist dieser Eingriff sicher, wenn man bedenkt, dass es pro Jahr ca. 250.000 Behandlungen in Deutschalnd gibt. Typische Risiken sind Unebenheiten und Dellen. Diese können heute jedoch durch Eigenfettinjektionen in fast allen Fällen wieder korrigiert werden.

Wobei hilft eine Fettabsaugung nicht?

Die Liposuktion ist keine Methode zur Gewichtsreduktion. Sie dienst nur der Optimierung bestimmter Körperproportionen.
Eine Liposuktion ersetzt in keinem Fall eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Falls diese jedoch nicht zu dem gewünschten Ergebnis führt, kann mit einer Fettabsaugung unterstützend geholfen werden.
Auch kann eine Fettabsaugung nicht an jeder beliebigen Stelle des Körpers durchgeführt werden. So kann bei einem Mann das häufiger auftretende Viszeralfett in der Bauchhöhle nicht abgesaugt werden.


Lipomatose

Neigung zu Fettgeschwulsten


Lipödem

Beim Lipödem handelt es sich um ein Krankheitsbild, welches im internationalen Verschlüsselungscode  ICD-10 mit der Kennung R60.9 als „nicht näher bezeichnetes Ödem“ erfasst ist. Von einem Ödem spricht der Mediziner bei einer Schwellung des Gewebes, der die Einlagerung von Flüssigkeit zugrunde liegt. Ödeme können an allen Stellen des menschlichen Körpers auftreten und gehen mit einer starken Verformung sowie einer hohen Beanspruchung des Bindegewebes und der Haut einher. Die Ursachen für Ödeme reichen von der venösen Abflussstörung über Leberzirrhose bis hin zu einer Niereninsuffizienz. Diverse Medikamente, ein Befall mit dem Parvovirus B19 sowie Hormonstörungen tragen ebenfalls zur Entstehung von Ödemen bei.

Welche Besonderheiten hat das Lipödem?

In der Allgemeinheit wird das Lipödem häufig als eine Folge von gravierendem Übergewicht eingestuft. Doch das ist nicht der Fall. Vom Lipödem sind fast nur Frauen betroffen. Lipödeme treten bevorzugt nach der Pubertät, bei Schwangerschaften sowie in den Wechseljahren auf. Das legt einen Zusammenhang mit hormonellen Schwankungen nahe. Inzwischen gibt es auch Hinweise auf eine genetische Veranlagung für die Bildung von Lipödemen.

Die Schweregrade beim Lipödem

Das Lipödem wird in fünf verschiedene Schweregrade unterteilt. Im Schweregrad I tritt eine Vermehrung des Fettgewebes an den Hüften und am Gesäß auf. Diese Phase wird im Volksmund auch als „Reiterhosenphänomen“ bezeichnet. In der zweiten Phase weitet sich das Lipödem bis zu den Kniegelenken aus, wobei sich auch an der Innenseite Fettlappen bilden. Beim Schweregrad III sind die Fettanlagerungen bis hin zu den Knöcheln sichtbar. Im Stadium IV sind auch die Arme bis zu den Handgelenken von den Gewebsanlagerungen betroffen. Von einem Lipödem der Stufe V spricht der Mediziner, wenn sich auch am Fußrücken und am Handrücken Gewebsanlagerungen zeigen.

Im ersten Stadium bewirkt das Lipödem feinknotige Veränderungen der Oberfläche der Haut, die im Volksmund „Orangenhaut“ genannt werden. Im zweiten Stadium tritt das „Matratzenphänomen“ auf. Dabei bilden sich grobe Knoten und es zeigen sich größere Dellen in den betroffenen Arealen. Im Stadium 3 kommt er beim Lipödem zur Bildung größerer Hautwülste und Hautlappen, die mit einer deutlich sichtbaren Deformierung des Körpers einhergehen.

Zu den Symptomen beim Lipödem gehören schwammartige Schwellungen, die üblicherweise auf beiden Körperseiten symmetrisch auftreten. In den betroffenen Arealen steigt die Schmerzempfindlichkeit gegenüber Druck und Berührungen. Selbst bei geringen mechanischen Beanspruchungen bilden sich Hämatome. Außerdem sind die Bereiche mit einem Lipödem sehr kälteempfindlich und durch Defizite bei der Durchblutung blasser als die davon nicht befallenen Bereiche.

Wie können die Schönheitschirurgen bei einem Lipödem helfen?

Zeigen Kompressionstherapien, eine Gewichtsreduzierung und eine Lymphdrainage keine oder nur geringe Erfolge, sollten sich die Patienten an einen Schönheitschirurgen wenden. Er kann die sichtbaren Deformierungen des Körpers mit einer gezielten Fettabsaugung (auch Liposuktion genannt) beseitigen. Allerdings sollte die Liposuktion in diesem Fall nur von einem Schönheitschirurgen durchgeführt werden, der sich mit der Lage der Lymphgefäße bestens auskennt. Außerdem kann ein Schönheitschirurg die durch ein Lipödem verursachten Haut- und Bindegewebsüberschüsse im Rahmen einer Bauchstraffung, Beinstraffung oder Armstraffung entfernen. Diese korrigierenden Operationen können gleich mit der Fettabsaugung kombiniert und bei Bedarf auch wiederholt werden.

Da es sich um eine medizinisch indizierte Korrektur handelt, kann bei den Krankenkassen ein Antrag auf die Kostenübernahme im Wege der Einzelfallentscheidung gestellt werden. Ob dieser genehmigt wird, hängt von den durch das Lipödem verursachten psychischen Belastungen ab. Da in den durch das Lipödem verursachten und oftmals schwer zugänglichen Hautfalten ein permanentes Entzündungsrisiko besteht, sind die Chancen auf eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen vor allem bei einem vorangeschrittenen Lipödem gut.


Liposuktion

Fettabsaugung


Lipokürretage Axilla

Entfernung der Schweißdrüsen im Achselbereich durch Absaugung




MAK (Mamillen-Areolen-Komplex)

Abkürzung für Brustwarze, bestehend aus Nippel und Vorhof


Mammareduktionsplastik

Als Mammareduktionsplastik bezeichnet der Mediziner die operative Verkleinerung der Brust. Dabei handelt es sich um einen Eingriff, der von den Schönheitschirurgen immer unter Narkose durchgeführt wird. Das heißt, hier sind in der Regel vorbereitende Untersuchungen wie beispielsweise ein EKG erforderlich. Auch ist eine Mammareduktion mit Hautschnitten sowie einer Versetzung der Brustwarze nebst Warzenhof verbunden.

Wie erfolgt eine Mammareduktionsplastik?

Welche konkrete Operationsmethode angewendet wird, hängt von individuellen Faktoren wie dem Ausmaß der Volumenreduzierung und der Beschaffenheit der Haut und des darunter liegenden Gewebes ab. Die Schönheitschirurgen führen bei der Mammareduktionsplastik immer einen Schnitt rund um die Brustwarze sowie einen senkrechten Schnitt in Richtung der Unterbrustfalte durch. Muss sehr viel Volumen entfernt werden, wird zusätzlich ein Querschnitt entlang der Unterbrustfalte notwendig. Bei einer Mammareduktionsplastik entfernen die Schönheitschirurgen sowohl Fettgewebe als auch Drüsengewebe und überschüssige Haut, sodass mit einer Brustverkleinerung immer auch eine Bruststraffung verbunden ist.

Welche Indikationen gibt es für eine Mammareduktionsplastik?

Die Mammareduktionsplastik kann sowohl an der weiblichen Brust als auch an der männlichen Brust vorgenommen werden. Eine operative Brustverkleinerung kommt bei Männern dann in Frage, wenn eine Fettabsaugung allein nicht das gewünschte Ergebnis bringt. Der Wunsch nach einer Mammareduktionsplastik entsteht in vielen Fällen aus medizinischen Gründen. So ist die Brustverkleinerung ein Ausweg, wenn große Brüste für chronische Schmerzen im Nacken und/oder Rücken führen. Außerdem gehören wiederkehrende oder dauerhafte Entzündungen der Unterbrustfalte zu den häufigsten Gründen für eine operative Brustverkleinerung.


Mastopexie

Bruststraffung


Mastoptose

Brusterschlaffung


Mikromastie

Angeborene kleine Brust

 


Makromastie

Angeborene große Brust




Otopexie

Als Otopexie wird in der Schönheitschirurgie eine Operation zum Anlegen abstehender Ohren bezeichnet. Bei abstehenden Ohren handelt es sich um eine reine Fehlbildung der Form, die in der Zeit der Entwicklung der Embryonen im Mutterleib entsteht. Funktionelle Einschränkungen sind mit dieser vom Mediziner als Dysplasie bezeichneten Fehlbildung in der Regel nicht verbunden. Allerdings sorgt allein die optische Beeinträchtigung häufig für eine Minderung des Selbstbewusstseins bis hin zum sozialen Rückzug. In solchen Fällen sollte immer über eine Otopexie zur Korrektur der Fehlstellung nachgedacht werden.

Welche Methoden kommen bei der Otopexie zum Einsatz?

Welche Variante der Otopexie angewendet wird, hängt von der Art der Fehlbildung der Ohren ab. Mit der Anthelix-Plastik wird beispielsweise eine fehlende oder nicht vollständig ausgebildete Anthelix-Falte geschaffen. Die Anthelix-Falte ist die spür- und sichtbare Wölbung des Ohrknorpels die parallel zur Außenkante des Ohrs verläuft. Zur Korrektur der Fehlbildung der Anthelix-Falte wird zumeist die Otopexie nach Stentström angewendet. Dabei erfolgt eine oberflächliche Ritzung an der Ohrknorpelvorderfläche.

Eine weitere Möglichkeit der Otopexie ist die nach Mustardé benannte Nahttechnik. Dabei wird die Rückseite der Ohrmuschel freigelegt und der Ohrknorpel mit einem Fadenzug in eine bestimmte Stellung gebracht. Die Mustardé-Nahttechnik und die Stentström-Ritztechnik können bei der Otopexie auch miteinander kombiniert angewendet werden. Dann spricht der Schönheitschirurg von einer Otopexie nach Converse.

Eine Besonderheit stellt bei der Otopexie die Ohrmuschelrotationsplastik dar. Sie wird bei einer hyperplastischen Fehlbildung angewendet, die aktuell die zweithäufigste Ursache für abstehende Ohren darstellt. Dabei wird die Entfernung des überschüssigen Knorpels mit der Mustardé-Nahttechnik kombiniert.

Wissenswertes rund um die Otopexie

Verursachen die Fehlbildungen der Ohren psychische Auswirkungen, übernehmen die meisten Krankenkassen die Kosten einer Otopexie bei Kindern bis zu 14 Jahren. Die Kostenübernahme bei der Otopexie bei Erwachsenen erfolgt im Wege einer Einzelfallentscheidung und wird vom nachweisbaren Ausmaß der psychischen Belastung abhängig gemacht. Kinder und Jugendliche werden unter Vollnarkose operiert, während bei Erwachsenen eine lokale Betäubung im Dämmerschlaf für eine Otopexie meistens ausreichend ist.

 

 




Platysmaplastik

Als Platysmaplastik bezeichnen die Schönheitschirugen eine besondere Form der Halsstraffung. Der Name ist abgeleitet von der griechischen Bezeichnung Platysma für Platte. Diese Bezeichnung wird in der Medizin für den Hauptmuskel des Halses verwendet, der im Medizinerlatein Musculus cutaneus genannt wird. Eine Besonderheit dieses Muskels besteht darin, dass er keinen direkten Kontakt zum Skelett hat. Der Halsmuskel ist einerseits für die Straffung des Bereichs unterhalb des Unterkiefers zuständig und andererseits an der Mimik beteiligt. Ein angespannter Platysma sorgt dafür, dass die Mundwinkel nach unten gezogen werden. Durch die Alterung der Haut werden Längsfalten im vorderen Hautbereich bewirkt, die mit einer Platysmaplastik in der Klink am Rhein behandelt werden können. Auch an der Entstehung des Doppelkinns ist ein erschlaffter Platysma mit beteiligt.

Wie wird eine Platysmaplastik hergestellt?

Die Platysmaplastik kann entweder offen-chirurgisch oder auch minimal-invasiv durchgeführt werden. Unter minimalinvasiv versteht man dabei die Verwendung von sogenannten Widerhakenfäden. Die Methode wurde bereits in der 80-er Jahren in Russland entwickelt und als ‚Aptos-Faden-Methode‘ bekannt. Dabei handelt es sich um Fäden aus Polypropylen, die netzartig unter dem Kinn bis in den Halsbereich hinein im Bindegewebe und Fettgewebe gespannt werden. Die Verankerung der Aptos-Fäden erfolgt am Knochen hinter den Ohren, wofür allerdings ein winziger Schnitt notwendig ist. Die Aptos-Fäden sind in der Regel resobierbar, das heißt der Körper kann diese problemlos tolerieren und selber abbauen. Ein manuelles Entfernen der Fäden ist also in der Regel nicht notwendig. Für die langfristige Erhaltung der Ergebnisse der Halskorrektur sollen die Kollagenhüllen, die sich während der etwa ein Jahr dauernden Resorptionsphase der Aptos-Fäden bilden, sorgen. Durchgesetzt hat sich die Methode jedoch nicht wirklich, da die Erfahrung gezeigt hat, dass die Ergebnisse oft schon nach 6 bis 12 Monaten verschwunden waren. Aus diesem Grund haben wir uns in der Klinik am Rhein gegen diese Methode entschieden.

Weitere Formen der Platysmaplastik

Ein anderer Weg ist die Fixierung der zum Halsmuskel gehörenden Muskelstränge. Bei dieser Form der Platysmaplastik setzen die Schönheitschirurgen einen kleinen Schnitt unter dem Kinn. Nach einer Entfernung der überschüssigen Fettzellen werden Fäden aus Polypropylen mit einer zweischneidigen Nadel eingeführt. Die Fäden werden ähnlich den Schnürsenkeln angeordnet und fixieren die Muskelstränge in einer festgelegten Position. Die Herstellung aller Arten von Platysmaplastiken erfolgt mit einer lokalen Betäubung im Dämmerschlaf.


PAL (power-assisted-lipoplasty)
Vibrations-assistierte Fettabsaugung

 




Rhinoplastik

Unter Rhinoplastik werden alle operativen Korrekturen der äußeren Form der menschlichen Nase verstanden. Grundsätzlich werden bei der Rhinoplastik die Nasenreduktionsplastik und die Nasenaufbauplastik unterschieden. Mit beiden Varianten können Formabweichungen beseitigt werden, die entweder angeboren sind oder durch die Folgen von Verletzungen entstanden sind. Klassische Fälle für die Schönheitschirurgen sind die Sattelnase, die Schiefnase und die Höckernase. Die wiederaufbauende Rhinoplastik scheint archäologischen Funden zufolge bereits 400 Jahre vor Beginn der Christlichen Zeitrechnung in Indien durchgeführt worden zu sein. Die Grundlagen der modernen Rhinoplastik in der Schönheitschirurgie stammen von Jacques Joseph. Der deutsche Chirurg führte im Jahr 1898 die erste nachweisbare Nasenverkleinerung in Deutschland durch.

Welche Operationsmethoden werden bei der Rhinoplastik angewendet?

Alle Arten von operativen Nasenkorrekturen werden von den Schönheitschirurgen unter Vollnarkose durchgeführt. Dabei wird zwischen dem offenen und dem geschlossenen Zugang unterschieden. Bei der Rhinoplastik mit geschlossenem Zugang werden die Schnitte in den Schleimhäuten im Naseninneren vorgenommen. Beim offenen Zugang kommt ein Schnitt am äußeren Nasensteg hinzu. Der offene Zugang kommt dann zur Anwendung, wenn komplexe anatomische Veränderungen durchgeführt werden müssen und der Operateur den direkten Einblick auf das Operationsgebiet benötigt

Welche Korrekturen sind bei der Rhinoplastik möglich?

Bei der Rhinoplastik kann sowohl die Form des Nasenrückens als auch der Nasenspitze verändert werden. Auch lässt sich damit die Länge der Nase verändern. Die Nasenverkleinerung wird durch eine Abtragung von Knorpel- und Knochenmasse bewirkt. Beim Wiederaufbau der Nase durch eine Rhinoplastik kommt in der Regel körpereigener Knorpel zum Einsatz, der von den Rippen, den Ohren oder der Nasenscheidewand gewonnen wird. Ist das nicht möglich, werden Ersatzmaterialien wie Silikon oder Polytetrafluorethen verwendet. Nach der Operation ist die Fixierung der Wunschform durch eine Nasenschiene oder einen vorgefertigten Gips notwendig.


Rhytektomie
Gesichts- und Halsstraffung Rhinoplastik (Nasenformkorrektur)

 




SMAS
Abkürzung für das s.g. superficielle-muskulo-aponeurotische-System im Gesicht. Dies entspricht einer festen bindegewebigen Membran im Gesicht, zwischen Haut und Muskel

 




Tubuläre Brust
Angeborene schlauchförmige Brust TIVA = total-intravenöse Anästhesie

 




Unterspritzung

Bei den Unterspritzungen werden in der Schönheitschirurgie entweder künstlich hergestellte Wirkstoffe oder Eigenfett in das Gewebe eingebracht. Die zu erreichenden Ziele sind eine Faltenglättung und/oder die Straffung einer kompletten Region. Auch das Aufpolstern der Brust, der Wangen und der Lippen ist bei Unterspritzungen möglich. Der mit Abstand am häufigsten eingesetzte Wirkstoff ist Hyaluronsäure, neuerdings auch Hyaluron genannt. Diese Substanz gehört zu den Glykosaminoglykanen, die vom menschlichen Körper selbst gebildet werden. Allerdings nimmt die Fähigkeit zur Bildung von Hyaluronon mit steigendem Alter ab, was mit einer Erschlaffung des Bindegewebes einhergeht. Dieser Erschlaffung kann mit einer Unterspritzung ohne große Risiken begegnet werden. Zur Faltenglättung durch eine Unterspritzung wird alternativ auch Botox eingesetzt.

Welche Präparate werden bei einer Unterspritzung verwendet?

Für die Unterspritzung kommen je nach gewünschtem Ergebnis drei verschiedene Arten von Hyaluronon zum Einsatz. Wenig vernetztes Hyaluronon wird für die Glättung kleiner Fältchen an den Lippen verwendet. Auch bei der Korrektur von Querfalten am Hals und an der Stirn durch eine Unterspritzung greifen Schönheitschirurgen zu dieser Variante. Stärker vernetztes Hyaluronon eignet sich dagegen besser für die Unterspritzung tiefer Falten und zur Vergrößerung des Bindegewebsvolumens. Stark quervernetzte Hyaluronsäure wird tief in das Bindegewebe eingebracht und dient dort in erster Linie der Körperformung.

Die Unterspritzung mit Botox bewirkt eine temporäre Entspannung der Muskelbereiche, von denen die Falten gebildet werden. Botox wird bei der Unterspritzung in das Gewebe entlang einer Falte eingebracht. Die für die Faltenbildung verantwortlichen Muskeln entspannen sich, wodurch eine lokal begrenzte Glättung bewirkt wird. Bevorzugt wird diese Form der Unterspritzung bei den Querfalten der Stirn sowie bei den Grübel- und Zornesfalten zwischen den Augenbrauen und für die Lachfalten an den Augen angewendet.

Ein großer Vorteil der Unterspritzungen ist, dass die Schönheitschirurgen diese Behandlung jederzeit wiederholen können. Außerdem sind für diese Art der Faltenkorrektur, Hautstraffung und Körperformung weder Hautschnitte noch das Einbringen von dauerhaften Fremdkörpern (wie beispielsweise Implantate) notwendig. Die Unterspritzung ist weitgehend schmerzfrei und benötigt außerdem nur wenig Zeit.




Verwachsungen

Als Verwachsungen bezeichnet der Mediziner unerwünschte Bindegewebsverbindungen und Verklebungen, die häufig nach Operationen bei einer nicht optimal ablaufenden Heilung entstehen. In der Schönheitschirurgie wird von Verwachsungen dann gesprochen, wenn Hautschnitte ungünstig abgeheilt sind. Dadurch entstehen oft deutlich sichtbare und störende Wülste, die im Rahmen einer Narbenkorrektur beseitigt werden können. Die Beseitigung solch einer Verwachsung bringt häufig auch eine funktionelle Verbesserung, denn hartes und nicht dehnbares Narbengewebe kann beispielsweise die Beugefähigkeit von Gelenken einschränken.

Wie werden Verwachsungen in der Schönheitschirurgie korrigiert?

Bei der Wahl der Art der Korrektur berücksichtigt der Schönheitschirurg das Ausmaß der vorhandenen Verwachsung. Handelt es sich um rein optisch störende Wülste, kommt die Abrasion in Frage. Bei der Abrasion werden die oberen Hautschichten entfernt. Das geschieht heute in den Schönheitskliniken mit modernster Lasertechnik. Auf diese Weise erneuert sich die Hautschicht auf der Narbe und verbessert so deren Aussehen. Diese Art der Korrektur einer Verwachsung wird auch dann angewendet, wenn das obere Narbengewebe gegenüber dem umgebenden Gewebe deutliche Verfärbungen aufweist.

Auch die operative Korrektur einer Verwachsung ist möglich

Verursachen Verwachsungen von Narben Beschwerden wie Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen, empfehlen die Schönheitschirurgen die Narbenexzision. Bei der Narbenexzision wird das verhärtete Narbengewebe entfernt. Danach werden die Wundränder wieder miteinander vernäht, sodass sich bei einer optimalen Pflege und Abheilung eine Narbe ohne Verwachsungen bilden kann.

Je nach Ausmaß der vorhandenen Beschwerden ist in diesem Fall sogar die Übernahme der Kosten für die Korrektur der Verwachsungen durch die Krankenkassen im Wege der Einzelfallentscheidung möglich. Liegt einer Verwachsung Verletzungen durch einen Unfall zugrunde, kommt eventuell auch die private Unfallversicherung im Rahmen der im Deckungsumfang enthaltenen Maßnahmen zur ästhetischen Wiederherstellung für die Kosten auf.


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