Handchirurgie

Sulcus Ulnaris Syndrom, SUS, Ulnariskompressionssyndrom II

Behandlung

Im Anfangsstadium kann ein Therapieversuch einem Polsterverband versucht werden. Auch die Vermeidung auslösender Belastungen (Ellenbogen auf eine Armlehne stützen) ist in einigen Fällen hilfreich.
Eine Kortisoninjektion ist nicht zu empfehlen. Diese kann jedoch beim “Golferellenbogen” nützlich sein. Letztere wird ähnlich dem “Tennisellenbogen” durch eine Reizung der Sehnenursprünge allerdings auf der Ellenseite des Ellenbogens hervorgerufen.

Operation:

In fortgeschrittenen Fällen ist zu einer Operation zu raten: Im Bereich des “Musikantenknochens” wird ein Schnitt (5-8cm) angelegt und Der Ellennerv im Ulnariskanal aufgesucht. Er wird dann von allen einengenden Strukturen (Bindegewebe, Muskelfasern…) befreit. In vielen Fällen ist es sinnvoll den Nerven in Richtung Ellenbeuge zu verlagern, um erneute Druckschädigungen zu verhindern.
Der Eingriff wird ambulant durchgeführt, wenn keine Gründe dagegen sprechen. Der Eingriff kann in Plexusanästhesie (Betäubung in der Achselhöhle) aber in besonderen Fällen auch in Vollnarkose erfolgen.

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