Handchirurgie

Springfinger, springender Finger, Tendovaginitis stenosans, Sehnenreiben,Sehnenverdickung, Sehnenscheidenentzündung II

Behandlung

Konservativ: In frühen Stadien der Erkrankung kann durch eine Spritze, die eine kleine Menge Cortison mit örtlichem Betäubungsmittel an die verdickte Sehne bringt, ein Abschwellen der Sehne erreicht werden. Hierdurch verschwinden die Symptome (siehe oben). Meistens ist der therapeutische Erfolg der Cortisonspritze jedoch nur von vorübergehender Dauer. Mit erneutem Schwellen des Sehnengewebes kommt es zu einem Wiederauftreten des Problems.
Weiterhin muss beim Setzen der Spritze streng darauf geachtet werden, das Cortison nicht direkt in die Sehne zu spritzen, da hierdurch ein Sehnenriss gefördert wird. Bei jeder Cortisoninjektion besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko, daher sollte die Indikation zur Injektion bei Zuckererkrankten (Diabetes mellitus) besonders sorgsam getroffen werden. Zusätzlich sollte vorübergehend eine abschwellende Substanz aus der Gruppe der NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika) wie Diclofenac (Voltaren) oder Ibuprofen eingenommen werden, um das Abschwellen zu unterstützen.

Operativ:

Einen dauerhaften Erfolg verspricht die operative Spaltung des Ringbandes.
Diese kleine ambulante Operation kann in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Über einen kleinen Hautschnitt, der in der Regel im Bereich der Handfläche über dem Grundgelenk durchgeführt wird, kann der Operateur das Ringband spalten. Hierdurch wird das Passagehindernis entfernt und das Problem beseitigt. Während des operativen Eingriffes muss darauf geachtet werden, dass weder Nerven noch Gefäße verletzt werden, damit keine Durchblutungsstörungen, beziehungsweise Taubheitsgefühle des betroffenen Fingers zurückbleiben.

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