Handchirurgie
Karpaltunnelsyndrom, Carpaltunnelsyndrom, CTS, KTS,Medianuskompressionssyndrom, Brachialgia paraesthetica nocturna II
Vor der Behandlung
Liegt eine Kompression des Nervus medianus im Handbereich vor, so kann man dies mittels der Messung der “Nervenströme” (= ENG / EMG) beim Neurologen (= Nervenarzt) feststellen. Daher ist diese Messung vor einer Operation dringend erforderlich.
Obwohl mittels einer Röntgenuntersuchung das Karpaltunnelsyndrom nicht diagnostiziert wird, kann diese Untersuchung dennoch sinnvoll sein. Häufig findet man andere Erkrankungen, die mit dem Karpaltunnelsyndrom einhergehen (z.B. eine Arthrose des Daumansattlegelenkes).
Behandlung
Im Anfangsstadium kann ein Therapieversuch mit Vitamin B6 und einer nächtlichen Lagerungsschiene versucht werden. In fortgeschrittenen Fällen ist jedoch zu einer Operation zu raten: Im Rahmen der Karpaltunnelsyndrom- Operation wird generell für eine Erweiterung des Nervenkanals gesorgt. Dies erfolgt durch einen Schnitt zwischen dem Daumen- und Kleinfingerballen (offene Technik oder minimal invasiv (kleiner Schnitt)) oder durch die Spaltung des Daches mit Hilfe des Endoskops (endoskopische Technik = Schlüssellochchirurgie).
Der Eingriff wird ambulant durchgeführt, wenn keine Gründe dagegen sprechen. Der Eingriff kann in i.v. Regionalanästhesie (Unterarmbetäubung), Plexusanästhesie (Betäubung in der Achselhöhle) aber manchmal auch in Vollnarkose erfolgen.

