Handchirurgie
Loge de Guyon Syndrom - Distales Nervus ulnaris Kompressionssyndrom II
Behandlung
Im Anfangsstadium kann ein Therapieversuch mit einer nächtlichen Lagerungsschiene
versucht werden.
In fortgeschrittenen Fällen ist jedoch zu einer Operation zu raten:
Eine Endoskopische oder minimal invasive Operation ist nicht möglich. Ähnlich
wie bei der offenen Technik der Operation beim Karpaltunnelsyndrom muss ein ca.
4 cm langer Hautschnitt angelegt werden. Der Ellennerv wird anschließend bis zu
seiner Aufgabelung zum oberflächlichen und tiefen Nervenast verfolgt. Das Dach
(Bandstruktur) der Guyon'schen Loge wird gespalten und der Nerv von einengenden
Strukturen (Sehnenscheiden, Ganglion…) befreit. Der Eingriff wird ambulant durchgeführt, wenn keine Gründe dagegen sprechen. Der
Eingriff kann in i.v. Regionalanästhesie (Unterarmbetäubung), Plexusanästhesie
(Betäubung in der Achselhöhle) aber in besonderen Fällen auch in Vollnarkose erfolgen.
Nach der Operation
Bis eine eindeutige Besserung der Symptome zu sehen ist kann es einige Wochen dauern. In Fällen, in denen der Druck auf den Nerven sehr lange bestand, bzw. besonders stark ausgebildet war, erholt sich die Gefühlsminderung und Schwäche der kleinen Handmuskulatur oftmals nicht vollständig. Daher sollte die Operation nicht zu spät durchgeführt werden. Das Tragen einer Gipsschiene für 3-5 Tage ist manchmal sinnvoll. Bewegungsübungen können bereits ab ca. den 3. Tag nach der Operation durchgeführt werden. Krankengymnastik kann, je nach Ausprägung der Erkrankung, notwendig sein. Die Fäden werden nach ca. 10 Tagen entfernt. Eine Kontrolluntersuchung beim Neurologen empfehlen wir nach dem Ablauf von 2 Monaten. Zurück

