Handchirurgie

Ganglion, Überbein, Zyste

Entstehung

Das Ganglion ist eine gutartige zystenförmige Geschwulstbildung in Gelenk- oder Sehnenscheidennähe. Am häufigsten treten sie an der Streckseite des Handgelenks auf. Die Ursache ist nicht bekannt. Da es diverse andere Geschwülste (Gicht-, Rheumaknoten, Lipome, bösartige Veränderungen...) an der Hand gibt sollte eine ärztliche Untersuchung erfolgen.
Das Ganglion entsteht durch eine Ausstülpung der Gelenkkapsel oder durch eine blasenartige Auftreibung der Sehnenscheide. Der Inhalt ist typischerweise gallertartig und wird von der Gelenkhaut (Synovia) gebildet. Ganglien können insbesondere im Handgelenksbereich im Knochen (zB. Mondbein, Kahnbein) liegen. Daher sollten bei Handgelenksganglien zur Sicherheit Röntgenaufnahmen angefertigt werden.

Symptome

Zunächst imponiert eine Schwellung / ein kleinerer “Knubbel”. Dieser kann größer werden, aber auch wieder kleiner. Das häufigste Symptom sind Bewegungsschmerzen, die in extremen Fällen mit einer Bewegungseinschränkung kombiniert sein können. Liegen diese Überbeine in Nervennähe, können Gefühlsstörungen die Folge sein. Häufig sind die Betroffenen jedoch beschwerdefrei.

Behandlung

Ganglien sind harmlos. Wenn ein Ganglion erst seit 2-3 Monaten ohne Beschwerden besteht, kann abgewartet werden. Eine Operation sollte nur bei Beschwerden oder bei kosmetischer Beeinträchtigung erfolgen. Bei einer Punktion liegt die Rezidivhäufigkeit bei 50%. Um die Wahrscheinlichkeit für ein Wiederauftreten des Ganglions zu minimieren, kann nach einer Operation eine Gipsschiene bis zum Abschluss der Wundheilung angelegt werden.