Handchirurgie

Dupuytren´sche Erkrankung, Dupuytren II

Beschwerden können die knotigen Veränderungen der Hohlhand auslösen, wenn der Betroffene kräftig zupacken muss. Hier kommt es dann zu mäßigen aber manchmal lästigen Druckschmerzen. Das eigentliche Problem stellt jedoch das Unvermögen dar, die betroffenen Finger zu Strecken. Dadurch bleibt der Erkrankte häufig mit der Hand hängen, z.B. am Rand der Hosentasche. Auch ist die Greiffunktion der Hand sowohl in Bezug auf die Kraftentfaltung und die Qualität deutlich eingeschränkt.

Behandlung

Bei Beschwerden oder beginnender Beugekrümmung der Finger sollte man eine Operation ernsthaft empfehlen.
Im Anfangsstadium der Erkrankung wird nach zickzackförmigem Hautschnitt das krankhaft veränderte Gewebe freigelegt und entfernt. Dabei müssen die Nerven und Gefäße der Hand geschont werden. Eine ambulante Operation ist hier möglich, wenn sonst keine Gründe dagegen sprechen.
Im fortgeschrittenen Stadium ist häufig ein stationärer Aufenthalt zu empfehlen, dessen Länge sich von Fall zu Fall stark unterscheiden kann. Beim Fortgeschrittenen Dupuytren kann durch Hautschrumpfung im Bereich der Finger bereits eine Hauttransplantation notwendig werden. Bei ausgeprägter Schrumpfung der Gelenkkapseln der betroffenen Finger muss eine Gelenklösung erfolgen. Manchmal ist es in diesen Fällen erforderlich, das Fingergelenk vorübergehend durch einen Draht ruhigzustellen. Im Endstadium bei kompletter Verkrümmung der Finger und Steifstellung der Gelenke kann auch eine Amputation eines Fingers notwendig werden. Der Eingriff kann in Plexusanästhesie (Betäubung in der Achselhöhle) oder in Vollnarkose erfolgen.

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