Handchirurgie

Daumensattelgelenksarthrose, Rhizarthrose, Sattelgelenks- arthrose, Daumenarthrose, Carpometacapalgelnksarthrose II

Behandlung

Konservativ: Die Medikamentöse Therapie beinhaltet die Anlage von Salbenverbänden (z. T. Kortisoncremes, Diclofenac-Emulgel etc.) und die Einnahme von NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika) wie Diclofenac (Voltaren) oder Ibuprofen. Weiterhin kann eine Injektion des Gelenkes mit entzündungshemmenden Medikamenten (Kortison) durchgeführt werden. Das Tragen einer Daumenschiene ist eine weitere konservative Therapieoption.

Operativ: Sollten sich die Beschwerden trotz konservativer Therapie nicht bessern, ist die Operation zu empfehlen. Der Eingriff kann, ambulant (wenn keine Gründe dagegen sprechen) oder stationär durchgeführt werden. Eine Plexusanästhesie (Armbetäubung in der Achselhöhle) ist meist ausreichend. Prinzipiell stehen mehrere operative Verfahren zur Auswahl. Wir haben gute Erfahrungen mit der Resektionsarthroplastik in Modifikation nach Epping gemacht und empfehlen daher diese Technik: Da bei der Sattelgelenksarthrose die Gelenkfläche des großen Vieleckbeins erkrankt ist, wird dieses über einen ca. 4 cm langen Schnitt entfernt. Nun ist zwar der schmerzverursachende Gelenkanteil nicht mehr vorhanden, aber das Gelenk zerstört. Das Gelenk wird nun mit einem körpereigenen Sehnenanteil neu gebildet. Eine breite Unterarmsehne (Flexor carpi radialis) wird über zwei kleine Schnitte aufgesucht. Nur ein Drittel der Sehne wird dann aufgespalten, so dass diese ihre Funktion nicht verliert. Der gewonnene Sehnenanteil wird anschließend durch ein Bohrloch (in der Basis vom ersten Mittelhandknochen) geschlungen. Danach wird die Sehne so verknotet, dass der Knoten die neue Gelenkfläche bildet. Außerdem wird durch das Verknoten der erste Mittelhandknochen stabilisiert.  

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